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Geschichte, Politik, Theologie, Soziologie

Geschichte

Artem Kouida

Alles auf die Räder!“

Die Reparationspolitik der Sowjetunion gegenüber Deutschland nach dem 2. Weltkrieg

 

Die vorliegende Publikation beschäftigt sich mit den Reparationen, einem Zentralthema der alliierten Deutschlandpolitik. Angesichts der großen materiellen und menschlichen Verluste, die die Sowjetunion im Zuge der deutschen Invasion auf sowjetischen Boden zu beklagen hatte, war die Reparationsfrage für die Sowjetunion von einer entscheidenden Bedeutung. Die von den Alliierten aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtete Reparationsfrage wurde zu einem Streitpunkt, der auf die Entwicklung des Kalten Krieges einen erheblichen Einfluss nahm.

Die Publikation stützt sich sowohl auf die neuere internationale, als auch auf die russische Forschungsliteratur und präsentiert ein Gesamtbild der sowjetischen Reparationspolitik von 1941 bis 1953.

 

Die besondere Stärke der Darstellung liegt in der breiten Rezeption der vorliegenden Teiluntersuchungen und Gesamtdarstellungen und der darauf aufbauenden Bewertung der Forschungskontroversen. […]

Darüber hinaus besticht sie durch eine sorgfältige Auswertung der breit gestreuten und zum Teil kontroversen Forschungsbefunde zu einzelnen Regionen, Branchen und Aspekten des Gesamtphänomens.“

Lutz Raphael

 

Artem Kouida, 1983 in Minsk/Belarus geboren, ist Osteuropahistoriker und Mitglied des Deutschen Fachjournalistenverbandes. Sein besonderes Interesse gilt den deutsch-russischen Beziehungen, der osteuropäischen Umweltgeschichte, sowie der belarussischen Zeitgeschichte.

Bis heute sind über 100 journalistische Beiträge von Artem Kouida in deutschen und russischen Printmedien erschienen. Darüber hinaus wurden drei eigene Fotoausstellungen organisiert. Für seine Arbeiten wurde er mehrmals ausgezeichnet.

 

Studien zur Geschichte Ost- und Ostmitteleuropas, Bd. 13

ISBN 978-3-944487-45-8

13x20cm, Englisch-Broschur, 168 Seiten, 19 s/w Fotos

15,90 Euro

Andra-Octavia Draghiciu, Fabienne Gouverneur, Sebastian Sparwasser (Hgg.)

Bewegtes Mitteleuropa“

 

Der vorliegende Band enthält die Ergebnisse der Tagung „Bewegtes Mitteleuropa“, die am 15. und 16. November 2012an der Andrássy Universität in Budapest stattgefunden hat. Die Themen umspannen das späte 19. und das 20. Jahrhundert. Gemeinsamer Nenner ist die Auseinandersetzung mit dem Raum- und Kulturbegriff Mitteleuropa. Junge WissenschaftlerInnen aus Ungarn, Österreich, Deutschland und Rumänien präsentieren hier ihre Forschungsergebnisse zu kultur- und geschichtswissenschaftlichen Mitteleuropa-Themen.

Inhalt:

 

Andrei, Pogacias: Romanian Warfare in the Austrian-Turkish War of 1715-1718

Patrick Jajko: Straßennamen als machtvolle Medien des kollektiven Gedächtnisses? Theoretische Überlegungen gekoppelt mit den Beispielen Wien und Budapest 1918/19

Daniela Javorics: Roter Terror und seine Auswirkungen auf Westungarn

Martin Munke: Gemeinsam gegen den Bolschewismus. Ideen und Konzepte einer „Neuen Ordnung“ für Europa im Nationalsozialismus

Sebastian Sparwasser: Ungarndeutsche Vertriebene und die Heimkehr nach Ungarn

Kristóf Erdös: Flucht, Heimkehr, Auswanderung. Ungarische Flüchtlinge und die österreichische Zweigstelle des Ungarischen Roten Kreuzes 1945-1947

Fabienne Gouverneur: Privat, Politisch, Professionell – zur Motivation hinter der Fodor-Fulbright Korrespondenz

Maria Bianca Fanta: Der Kalte Krieg der Worte. Die journalistische Grundhaltung der Österreichischen Volksstimme am Beginn der Zweiten Republik

Erika Regner: Die Macht des Kanons

Fruzsina Müller: Jeansproduktion im sozialistischen Ungarn

Andra Octavia Draghiciu: „Wie eine Fata Morgana...“ Ein Einblick in das Leben der „deutschen“ Jugend in den letzten 15 Jahren des sozialistischen Rumänien

 

Mitteleuropäische Studien, Bd. 8

 

13x20,5 cm, Englisch-Broschur, 272 Seiten, 5 farbige Illustrationen

ISBN 978-3-944487-13-7

22,00 Euro

 

Christopher Walsch

Aufbruch nach Europa

Sieben Beiträge zur europäischen Integration Ungarns seit 1990

 

Ungarns Wege nach Europa nahmen während der vergangenen fünfundzwanzig Jahre einen spannenden Verlauf. Ungarn war zu Zeiten des Systemwechsels das bei weitem europäischste Land in Zentraleuropa - eine Rolle, die es in der Transformationsphase weitgehend bewahren konnte. Das Zusammenspiel aus akzentuiert nationalistischen Politiken, schlampiger Wirtschaftsgebahrung und einer erneuten Hinwendung zu einer autoritären politischen Kultur legen einen Schatten über das ehemalige Vorzeigeland in der Mitte Europas. Zehn Jahre nach dem Beitritt Ungarns in die Europäische Union zieht dieser Band Bilanz über die Europapolitik des Landes. Er analysiert in den ersten beiden Beiträgen die wirtschaftlichen und im dritten Beitrag die historischen Entwicklungen Ungarns seit 1990. Die drei darauf folgenden Aufsätze reflektieren die Europapolitik des Landes, die sich weitgehend auf das Konzept „Visegrád“ konzentriert, einem Kooperationsformat der zentraleuropäischen Staaten Ungarn, Slowakei, Tschechische Republik und Polen. Die zehn Thesen im letzten Beitrag wollen den Weg weisen zu einem nachhaltig europäisch orientierten Ungarn im einundzwanzigsten Jahrhundert. Tabellen mit Erläuterungen zu den Themen Politik und Wirtschaft und Abbildungen komplettieren die sieben wissenschaftlichen Beiträge.

 

Christopher Walsch lehrt Zeitgeschichte und Internationale Politik an der Corvinus Universität Budapest. Von 2012 bis 2014 war er Senior Research Fellow an der Andrássy Universität Budapest. Forschungsschwerpunkte: Geschichte Zentral- und Osteuropas im 20. Jahrhundert, zentral- und osteuropäische Staaten in der Europäischen Union, EU-Erweiterungspolitik.

 

Studien zur Geschichte Ungarns, Bd. 19

 

ISBN 9783944487274

14,5x20,5 cm, kartoniert, 280 Seiten, 24 Fotos, zahlreiche Tabellen

19,90 Euro

 

Tibor Schäfer

Die Hunnen und ihre Nachbarn

Geschichte einer hunnischen Gruppe von der Mongolei bis zur Bretagne

 

Dieses Buch entstand aus einer langjährigen Forschungsarbeit. Teilergebnisse wurden bereits auf internationalen Fachtagungen vorgestellt und später in Fachzeitschriften und Sammelbänden in deutscher und ungarischer Sprache abgedruckt. Das hier vorgestellte Werk ist jedoch keine einfache Sammlung früherer Arbeiten. Die dort erzielten Ergebnisse wurden nicht nur mit neueren Erkenntnissen der Forschung ergänzt, sondern die Thesen auch mit erweiterten Quellenbelegen untermauert. Außerdem wurden diese Analysen mit neuen, bis jetzt unpublizierten Untersuchungen bereichert und damit das so gewonnene Bild abgerundet.

Der geographische Raum, den dieses Buch behandelt, umspannt mehr als zehntausend Kilometer von der Mongolei bis zur Bretagne an der französischen Atlantikküste und geht der Geschichte eines einzigen Verbandes nach. Der zeitliche Rahmen der Handlung ist ebenfalls immens, er beginnt um das 3. Jahrhundert vor Christi in Ostasien und endet im 5. nachchristlichen Jahrhundert im heutigen Frankreich.

Die hier vorgelegte Studie folgt den Spuren einer hunnischen Gruppe und dabei werden viele kontroverse Fragen der hunnischen Geschichte diskutiert und neue Lösungsansätze angeboten. Dazu zählen die Frage nach der Hsiung-nu-Hunnen-Identität, die Frage nach der Herkunft der Chuni bei Ptolemaios, die Frage, ob es bereits im 2. und 3. Jahrhundert Hunnen im Kaukasusgebiet und in Mittelasien gab. Das gotisch-alanisch-hunnische Bündnis in Pannonien ist ebenfalls ein Gegenstand der Untersuchung. Von hier aus verfolgt das Buch den Weg dieser hunnischen Gruppe nach Gallien, wo sie ihr endgültiges Siedlungsgebiet fand.

Das Buch analysiert in erster Linie die schriftlichen Quellen, aber auch die Ergebnisse der archäologischen Forschung bleiben nicht außer Betracht. Zur Sprache kommen die künstliche Schädeldeformation, der hunnische Kessel und die Almandineinlagen.

 

ISBN 978-3-944487-21-2

17x24 cm (B5), kartoniert, 248 Seiten

25,00 Euro

András Kubinyi

 

Stände und Ständestaat im spätmittelalterlichen Ungarn

 

Dieser Band versammelt Beiträge des verstorbenen ungarischen Historikers zur Gesellschaftsstruktur Ungarns im Spätmittelalter. Er enthält folgende Studien:

 

Die Rolle der Kirche in der Landespolitik und in der Landesverteidigung am Ende des Mittelalters

Die Rolle der Stuhlweißenburger Pröpste in der Staatsregierung

Barone im königlichen Rat zur Zeit Matthias‘ und Wladislaws II.

Die Wahlkapitulation Wladislaws II. in Ungarn (1490)

Der mittlere Adel unmittelbar vor Mohács

Die Beisitzer des königlichen Rates aus dem mittleren Adel unter den Jagiellonen

István Werbőczy als Politiker in der Zeit vor Mohács (1526)

Die innenpolitische Lage des ungarischen Staates vor Mohács

Der „Kalandbund“ des Jahres 1525

Die Schlacht bei Mohács und ihre Vorgeschichte

 

Studien zur Geschichte Ungarns, Bd. 17


14,8x20,5 cm, kartoniert, 436 Seiten

ISBN 978-3-933337-79-5

36,50 Euro

Ferenc Makk

 

Vom mythischen Vogel Turul bis zum Doppelkreuz

 

Dieses Buch versammelt überarbeitete und ergänzte Studien aus der Zeit zwischen 1979 und 2009. Sie beschäftigen sich mit der älteren ungarischen Geschichte. Neben der Problematik der ungarischen Frühgeschichte werden hilfswissenschaftliche Themen sowie ereignisgeschichtliche  Fragen behandelt, deren überwiegender Teil sich vor allem mit den Beziehungen zwischen Ungarn und den benachbarten Völkern vom 9. bis zum 12. Jahrhundert beschäftigt.

Ferenc Makk, geboren 1940 in Baja/Ungarn, studierte an der Attila József Universität in Szegedin Geschichte, Latein und Altgriechisch.  Seit 1983 lehrt er mittelalterliche Geschichte an der Attila József Universität in Szegedin. Seit 1992 ist er Professor der Geschichtswissenschaft.

Seine jahrzehntelangen Forschungen innerhalb der Geschichtswissenschaft erstrecken sich auf die mittelalterliche ungarische Geschichte, historische Hilfswissenschaften und Byzantinologie. Er hat bis jetzt auf Ungarisch und in Fremdsprachen etwa 300 Studien publiziert. Unter ihnen befinden sich 32 Bücher bzw. Schriften, die er entweder als eigenständiger Autor oder als Mitverfasser herausgab.

 

Inhalt:

UNGRI ALS BEZEICHNUNG FÜR DIE UNGARN

Megas Archon

Ausländische Quellen und die frühe ungarische Geschichte (10.-12. Jahrhundert)

Ungarischer Feldzug in Katalonien

Csaba und Alpár

Ungarisch-Bulgarische Beziehungen in der Zeit des Grossfürsten Géza und des Königs Stephan dem Heiligen

Bemerkungen zur Geschichte von Andreas I.

Der Streit zwischen Salamon und Géza

Ladislaus der Heilige und der Balkan

Einige Fragen zur Aussenpolitik der Könige des Koloman-Zweiges

Ein Beitrag zur Benutzung der goldenen Bulle in der Zeit Gézas II.

Bemerkungen zur Geschichte Stephans III.

Relations hungaro-byzantines à l’époque de Béla III.

Vom mythischen Vogel Turul bis zum Doppelkreuz

 

Studien zur Geschichte Ungarns, Bd. 18

 

14,8x20,5 cm, gebunden, Festeinband, 364 Seiten

ISBN 978-3-933337-90-0

39,50 Euro

 

Dániel Lőwy

 

Von der Ziegelfabrik bis zum Viehwaggon

Der Untergang einer jüdischen Gemeinde im siebenbürgischen Klausenburg

 

Dieses Buch erzählt die Geschichte der Juden in Klausenburg, das als die Kulturhauptstadt von Siebenbürgen galt. Doch greift es mit seiner Botschaft über den engen geographischen Raum Siebenbürgens hinaus. Mit seiner detaillierten und faktenbezogenen Darstellung der großen Ereignisse ist das Buch eine Überlieferungsgeschichte der Entmenschlichung und des Menschen, der den äußeren Umständen trotzt. Im Mittelpunkt der Darstellung stehen die Geschichte der Juden in der Zwischenkriegszeit sowie ihre Vernichtung während des Zweiten Weltkriegs. Aber auch die Umstände des Abkommens zwischen Eichmann und Kasztner zur Rettung eines Teiles der Klausenburger Juden – die Rettung der Privilegierten – wird ausführlich erörtert. Ein eigenes Kapitel ist denjenigen Frauen und Männern gewidmet, die mit ihren Taten vielen Juden das Leben gerettet haben.

Der Autor bleibt bis zuletzt im Hintergrund: Er fällt kein Werturteil über Personen. Die eigene Tat bewertet jede Gestalt des Buches: sie lobpreisen sie oder sie tadeln sie. Aus diesem Grunde ist die Geschichte von Klausenburg mit seinen hunderttausend Einwohnern während des Zweiten Weltkriegs eine universal menschliche.

 

Studien zur Geschichte Ost- und Ostmitteleuropas, Bd. 10

14,8x20,5 cm, kartoniert, 394 Seiten

ISBN 978-3-933337-84-9

33,90 Euro

 

Nicolas Porta

AUF DER SUCHE NACH EINER EIGENEN IDENTITÄT ZWISCHEN OSTEN UND WESTEN, DIE MITTELEUROPA-KONZEPTION: BEI CZESŁAW MIŁOSZ, JAN PATOČKA UND MILAN KUNDERA

 

Welche Rolle spielte die Mitteleuropa-Konzeption während des Kalten Krieges? 

Westeuropa gegenüber Osteuropa: So war die geopolitische Realität des europäischen Kontinents zur Zeit des Kalten Krieges. Der Kalte Krieg führte zu einer bipolaren Weltordnung. Vor allem Europa wurde durch den Fall des Eisernen Vorhangs aus seiner Bahn und seiner Geschichte geworfen. In zwei Lager geteilt war Europa ein potentieller Spielplatz der Konfrontation zwischen Osten und Westen. Diese politisch verordnete Bipolarität zerstörte historisch gewachsene Räume und löste traditionelle Zusammenhänge auf. Staaten, Gesellschaften und soziale Gruppe sahen sich gezwungen, sich für ein Lager zu entschieden und ggf. ihre Zugehörigkeiten und Orientierungen grundlegend zu verändern. In einem vielbeachteten Essay bezeichnete der tschechische Schriftsteller Milan Kundera das seiner kulturellen Kontakte zum Westen beraubte Mitteleuropa darum als „gekidnappten Okzident“, um die „Tragödie“ dieses kulturell-politischen Raumes der Weltöffentlichkeit vor Augen zu führen. Als er im Exil in Paris war, betrachtete er sich selbst gerne als Mitteleuropäer und lehnte die Idee ab, dass er aus Osteuropa kam. Der polnische Lyriker und Literatur Nobelpreisträger Czesław Miłosz beschrieb diesen geographischen Raum als das „Andere Europa“. Der Philosoph Jan Patočka analysierte die gesamte Situation hingegen als moralische Krise Europas, als Krise einer Zivilisation anlehnend an seinen Meister Edmund Husserl. Dieses Buch ist als eine politische Ideengeschichte konzipiert und untersucht mit der Mitteleuropa-Konzeption eine intellektuelle Denkbewegung, die darauf zielte, historisch-räumliche Denktraditionen neu zu beleben um dadurch auch die sich im Zuge des Zweiten Kalten Kriegs zuspitzende Rivalität der beiden Blöcke zu entschärfen. Anknüpfend an die Idee des verlorenen Europas, war die Intention der Mitteleuropa-Konzeption der „Schicksalsgemeinschaft“ der Nationen vom Rhein bis zum Dnjepr sowie vom Baltikum bis zum Adriatischen Meer einen dritten Weg aus der Hegemonie der Supermächte aufzuzeigen.

ISBN 978-3-944487-22-9

13x20 cm Englisch Broschur, 154 Seiten, mehrere farbige Karten

18,90 Euro

Ignác Romsics

Kriegsziele und Nachkriegsordnung in Ostmitteleuropa

Der Pariser Friedensvertrag von 1947 mit Ungarn

 

Der Friedensvertrag von Paris stellte außer einer winzigen Veränderung die Grenzen von Ungarn vor 1938, die in dem Friedensvertrag von Trianon im Jahr 1920 festgelegt wurden, wieder her. Die Veränderung betraf den slowakisch-ungarischen Grenzabschnitt gegenüber Preßburg. Ungarn musste hier drei weitere Dörfer an die Tschechoslowakei abtreten. Die territoriale Wiederherstellung des Trianoner Friedensvertrags war keine unbedingte Notwendigkeit. Dass auf der Pariser Friedenskonferenz von 1946 schließlich doch diese Entscheidung erzielt wurde, spielten mehrere Faktoren dabei eine Rolle. Die entscheidende Rolle spielten dabei – ähnlich wie in der Situation nach dem Ersten Weltkrieg – die Siegermächte. Ihre Entscheidung wurde aber nicht nur von den eigenen Prinzipien und Interessen, sondern auch von der Rolle Ungarns und seiner Rivalen im Zweiten Weltkrieg, sowie von ihrer Diplomatie nach dem Zweiten Weltkrieg entscheidend beeinflusst. In diesem Buch wird versucht, unter Benutzung der zur Verfügung stehenden ungarischen und ausländischen Fachliteratur, sowie unter Einbeziehung neuer Quellen, diesen während des Kriegs begonnenen und 1947 abgeschlossenen Friedensprozess zu rekonstruieren. Dokumentiert werden die Entscheidungsprozesse der Alliierten und der Nachbarstaaten sowie der ungarischen Regierungen, die anfänglichen und die modifizierten Kriegsziele sowie die öfter modifizierten bzw. der Kriegslage angepassten territorialen Forderungen.

 

(Studien zur Geschichte Ungarns, Bd. 15)

 

Kartoniert, 17x24 cm, 272 Seiten, 7 s/w Fotos, 14 Karten und Tafeln

ISBN 9783933337696

38,00 Euro

Die „sechziger Jahre“ in Ungarn

Studien

Hrsg. von János M. Rainer

 

In diesem Sammelband werden die Außenpolitik Ungarns in den sechziger Jahren, die Wirtschaftspolitik (der sog. neue ökonomische Mechanismus), ihre Auswirkung auf die Kultur, die Situation der Gesellschaftswissenschaften und nicht zuletzt die Kirchenpolitik analysiert.

 

Inhalt:

 

János M. Rainer: Die „sechziger Jahre“ in Ungarn. (Politisch-)geschichtliche Konvergenzen

Magdolna Baráth: Ungarn und die Sowjetunion

Csaba Szabó: Ungarn und der Vatikan. Kirchenpolitik in den sechziger Jahren

Zsuzsanna Varga: Illusionen und Realitäten in der Geschichte des neuen ökonomischen Mechanismus

Melinda Kalmár: Versuch der Optimierung. Reformmodell in der Kultur 1965-1973

Gábor Kovács: Revolution, Lebensweise, Macht und Kultur. Charakteristiken des politischen Denkens in den sechziger Jahren

Éva Standeisky: Zerfall. Die Macht und die kulturelle Elite.

 

(Studien zur Geschichte Ungarns, Bd. 14)

 

Kartoniert, 17x24 cm, 318 Seiten

ISBN 9783933337627

39,50 Euro

Béla Matthias Teleky

Westungarische Magnaten und die Reformation

Die Auswirkungen des Reformglaubens auf das dreigeteilte ungarische Königreich mit besonderer Berücksichtigung der Hochadelsfamilien Batthyány und Nádasdy

 

Das 16. Jahrhundert - eine Zäsur in der modernen Geschichtsschreibung Europas. Diese ebnete den Weg vom Spätmittelalter in die Moderne. Kulturelle und religiöse Brüche veränderten das Gesellschaftsgefüge in Mitteleuropa und sorgten für eine erste Blüte der verschiedenen Landessprachen, der Literatur und der Bildung. Der Humanismus, die Medienrevolution Buchdruck und die Reformation gaben diesem Prozess die notwendige Dynamik. Die Religiöse Differenzierung war im weiteren Verlauf der Geschichte der Ursprung für unzählige Kriege, Auseinandersetzungen und unnötiges Blutvergießen. Das 16. Jahrhundert prägt Ungarn bis in die Gegenwart. Die Schlacht von Mohács 1526 (wurde zu) ein(em) nationales Trauma für die Ungarn. Mit der endgültigen Dreiteilung des ungarischen Königreichs im Jahr 1541 verlor das Land nicht nur seine Souveränität, sondern für nahezu 150 Jahre seine territoriale Einheit. Die Reformation, die sich aufgrund der unterschiedlichen politischen und gesellschaftlichen Gegebenheiten in allen drei Teilen unterschiedlich entwickelte, fungierte dabei als Hoffnungsträger in einer ausweglos scheinenden politischen Situation. Im westungarischen Raum wurden die Magnaten zu Trägern der Reformation. Auf ihren Gütern äußerte sich zwar die Hinwendung zum Reformglauben auf unterschiedliche Art und Weise. Gemein hat die Reformation im westungarischen Raum ein Aufblühen der ungarischen Sprachen, die Errichtung von Druckereien und Schulen und noch viel mehr.

 

Mitteleuropäische Studien 7

13x20,5 cm, Englisch-Broschur,150 Seiten, 8 farbige Illustrationen

ISBN 978-3-944487-10-6

21,00 Euro

 

Erinnerungen an die „sechziger Jahre“

 

Aus der Sammlung des Oral History Archívum ausgewählt und zusammengestellt von Adrienne Molnár

 

Diese Auslese wurde im Rahmen eines Forschungsprogramms erstellt, das seit 2001 unter dem Namen Die sechziger Jahre in Ungarn lief. Die Arbeit, die vom Nationalen Forschungs- und Entwicklungsprogramm gefördert wurde, setzte sich zum Ziel, die ungarischen Ereignisse der „sechziger Jahre“ mit den Mitteln der Geschichtswissenschaft zu untersuchen. Ein wichtiges Ziel der Forschung war, die persönlichen Erinnerungen an die „sechziger Jahre“ zu analysieren.

Der Lebensweg der Erzähler umfasst in vielen Fällen das gesamte 20. Jahrhundert (am häufigsten ist ein Lebensweg, der sich von den zwanziger-dreißiger Jahren bis zum Zeitpunkt des Interviews erstreckt). Die Gliederung der biographischen Erzählungen erfolgte teils anhand der persönlichen Lebensläufe teils der großen historischen Ereignisse des Jahrhunderts. Der gesellschaftliche Status, die Position, das Alter und die Schulbildung der Interviewpartner weisen sowohl während der erzählten Zeit als auch während der Interviewzeit eine außerordentliche Vielfalt auf. (Die beigefügte erläuterte Biographie enthält einen kurzen Lebenslauf der Interviewpartner, einschließlich ihres Lebensabschnittes während der sechziger Jahre.) Die Mehrzahl der Interviewpartner nahm auf eine gewisse Art aktiv an den revolutionären Ereignissen teil und auch ein gewisses Übergewicht der Intellektuellen und derjenigen, die mit der geistigen Sphäre verbunden waren, ist zu beobachten. 1956 steht im sichtbaren (ausgesprochenen) oder unsichtbaren (verborgenen) Zentrum ihrer Geschichte über die „sechziger Jahre“. In recht vielen Fällen lässt sich das auch über ihre gesamte Biographie sagen – einerseits, weil sie persönlich an der Revolution teilnahmen (gleich auf welcher Seite), anderseits, weil sie sie zwar nur erlebten, aber sie ihren Einfluss für bestimmend halten.

Im Band kommen sowohl Nutznießer als auch Opfer des Regimes zu Wort.

 

Studien zur Geschichte Ungarns, Bd. 16

 

ISBN 978-3-933337-73-3

17x24 cm, kartoniert, 260 Seiten

36,90 Euro

Italien und das Osmanische Reich

Hrsg. von Franziska Meier

 

Italien und das Osmanische Reich im 15. und 16. Jahrhundert versammelt Beiträge aus so unterschiedlichen Disziplinen wie der italienischen und lateinischen Philologie, der Arabistik und der Kunstgeschichte, aus den italienischen und osmanischen Geschichtswissenschaften. Italien steht hier für eine Vielfalt untereinander verfeindeter Territorialstaaten, die sich auch in einem heterogenen Spektrum von Verhaltensweisen gegenüber den Osmanen niederschlägt. Das Osmanische Reich steht dagegen vor allem für den Hof und die Politik der Sultane. Aus der jahrhundertelangen Beziehung zwischen Italien und dem Orient ragen das 15. und 16. Jahrhundert insofern heraus, als sie nicht nur durch gewaltige kriegerische Auseinandersetzungen zwischen Christentum und der hohen Pforte, von dem zähen Kampf der italienischen Seerepubliken untereinander ebenso wie gegen die Osmanen um die Vorherrschaft im Mittelmeerraum sowie von den üblichen den Ungläubigen am Bosporus oder Tiber verteufelnden Pamphleten sowie Aufrufen zum Kreuzzug gezeichnet waren, sondern zugleich - in Italien mehr noch als in Istanbul – von einem erstaunlichen Spielraum zeugen, in dem der Andere neugierig betrachtet werden, man sich diplomatisch auf seine Gebräuche einlassen, in dem man sich gegenseitig relativ unvoreingenommen wahrnehmen, wenn nicht sogar voneinander lernen konnte – und das, zumindest dem italienischen Anspruch nach zu urteilen, von Gleich zu Gleich. Dieses Ineinander von Ablehnung und Offenheit decken die Beiträge des Bandes aus unterschiedlichen Perspektiven und in verschiedenen Bereichen auf und lassen darin neben dem vertrauten Bild des schwarz-weiß Antagonismus eine Palette von Zwischentönen erkennen.

Inhalt:

 

Marcell Restle: Die Osmanische Architektur unter Mehmet dem Eroberer und die italienische Renaissance

Giuseppe Mandalà: Tra mito e realtà: L’immagine di Roma nella letteratura araba e turca d’età ottomana (secoli XV-XVI)

Maria Pia Pedani: L’Italia, Venezia e la Porta. Diplomazia e letteratura tra umanesimo e rinascimento

Giovanni Ricci: Cavalleria e crociata nella Ferrara del Rinascimento: un piccolo stato davanti a un grande impero

Carlo Bitossi: Genova e i turchi. Note sui rapporti tra genovesi e ottomani fra medioevo ed età moderna

Luca D’Ascia: L’impero machiavellico. L’immagine della Turchia nei trattatisti italiani del Cinquecento e del primo Seicento

Joël Elie Schnapp: Antichrist e Antichrists turcs au XVe siècle

Marina Formica: La Porta e la Tiara. Immagini e dinamiche identitarie nella cultura italiana del XVI secolo

Rolf Lohse: L’immagine degli ottomani nelle commedie e tragedie italiane del Cinquecento

Rita Unfer Lukoschik: Reflexe der Begegnung mit dem Osmanischen Reich in den Novellen der italienischen Renaissance am Beispiel der Sei Giornate des Sebastiano Erizzo

Patrizia Farinelli: Cose turche nella censura del Decameron a cura di Salviati

Hans Georg Majer: Osmanische Wahrnehmungen Italiens zur Zeit der Renaissance (15. und 16. Jahrhundert). Eine Skizze

 

Studia Turcica Bd. 2

 

ISBN 9783933337740

Kartoniert, 304 Seiten, 14,8x20,5 cm

29,50 Euro

Georg Hoffmann, Nicole-Melanie Goll, Philipp Lesiak

Thalerhof 1914 – 1936

Die Geschichte eines vergessenen Lagers und seiner Opfer.

 

Herbst 1914: Nach anfänglichen Erfolgen entwickelt sich der Kriegsverlauf an der Ostfront für die Habsburgermonarchie zum Debakel – schon bald rücken Truppen der zaristischen Armee auf österreichisch-ungarisches Gebiet vor. Dieser militärische Misserfolg und die ohnehin aufgeheizte Stimmungslage angesichts der vermeintlichen „Russophilen“ schaffen für die k.u.k. Monarchie in Galizien und der Bukowina eine Situation, die als Sicherheitsrisiko eingestuft wird und eine staatlich gelenkte Sicherheitspolitik notwendig erscheinen lässt. Hinsichtlich ihrer Auswirkungen nicht durchdacht, resultiert diese Politik äußerst rasch in der Deportation der Ruthenen aus dem Operationsgebiet.

Ortswechsel: Die steirische Landeshauptstadt Graz liegt fernab der Fronten des gerade ausgebrochenen Ersten Weltkrieges und steht mit diesen Entwicklungen doch in einem engen Zusammenhang: Ab September 1914 treffen hier am nahegelegenen Flugfeld Thalerhof Transportzüge mit Ruthenen ein, die von der österreichischen Verwaltung pauschal der „Russenfreundlichkeit“ und damit des Verrats am Vaterland bezichtigt werden. Die steirische Verwaltung ist auf das Kommen dieser Menschen gänzlich unvorbereitet – eine Lagerstruktur, die diese Menschen auffangen könnte, entsteht erst nach und nach, zu einem Zeitpunkt als es beinahe zu spät ist.

Die vorliegende Studie „Thalerhof“ thematisiert die Geschichte eines Lagers, das von der k.u.k. Monarchie zur Verwahrung eigener Staatsbürger errichtet worden war. In der Ukraine als „Talergof“ zu einer schaurigen Legende geworden, geriet dieser Ort in Österreich gänzlich in Vergessenheit. Das Buch stellt die erste umfassende wissenschaftliche Beschäftigung mit dieser Thematik im österreichischen Raum dar und ist das Ergebnis eines 2008 durch das Österreichische Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport in Auftrag gegebenen Forschungsprojekts. Die Autoren dokumentieren dabei nicht nur die Vorgänge im Lager Thalerhof, sondern nennen auch erstmals die Namen der bisher unbekannten Opfer und klären den Verbleib ihrer sterblichen Überreste.

 

Mitteleuropäische Studien IV.

 

ISBN 9783933337764

212 Seiten, 59 s/w und 4 farbige Abbildungen, 4 Karten, 13x20 cm, Englisch-Broschur

26,50 Euro

Christopher Walsch (Hrsg.)

Einhundertfünfzig Jahre Rückständigkeit?

Wirtschaft und Wohlstand in Mitteleuropa von 1867 bis zur Gegenwart

 

Im April 2012 fand an der Andrássy Universität Budapest die internationale Tagung „Wirtschaft und Wohlstand in Mitteleuropa im Vergleich. 1867 bis zur Gegenwart“ statt und unmittelbar im Anschluss daran ein Doktorandenworkshop zum gleichen Thema. Die besten Beiträge beider Veranstaltungen sind in diesem Band der Mitteleuropäischen Schriftenreihe versammelt.

 

Inhalt:

Christopher Walsch, Einleitung: Wirtschaft und Wohlstand in Mitteleuropa – einhundertfünfzig Jahre Rückständigkeit?

Károly Halmos, Kapitalismen in Ungarn. Die Donaumonarchie, 1867 – 1918

Philipp Strobl, Innsbrucks Weg in die Moderne – Die Wirtschaft der Tiroler Landeshauptstadt im Wandel (1860-1910)

Ákos Kárbin, Vom Silberstandard zur hinkenden Goldwährung: Währungsreformen des Deutschen Reiches und der Donaumonarchie im Vergleich

Zoltán Kaposi, Die Einkommens- und Vermögenslage der ungarischen Aristokratie am Ende des 19. Jahrhunderts

Lukáš Fasora, Die sozialistische Arbeiterjugend auf der Suche nach dem alternativen Weg. Linksradikale Revolte in den böhmischen Ländern 1900-1920

Catherine Horel, Die Finanzierung der Vereine in den Städten der Habsburgermonarchie. Die Zwischenkriegszeit, 1919 – 1939

Tamás Réti, Die sich verändernde Rolle des ausländischen Kapitals im Ungarn der Zwischenkriegszeit

Péter Krisztián Zachar, Politik, Wirtschaft, Selbstverwaltung – Die Wirtschaftskammern in Ungarn in der Zwischenkriegszeit und der Versuch einer Neuorganisation nach der Wende

Martin Vašíček, Mittelschulausbildung und Sozialstruktur in der ersten Tschechoslowakischen Republik. Eine Fallstudie der Städte Znojmo (Znaim), Jihlava (Iglau) und Břeclav (Lundenburg)

Fruzsina Müller, Das ungarische Jeansprogramm. Die Lebensstandardpolitik der Kádár-Ära als Antwort auf die Wirtschafts- und Legitimationskrise der siebziger Jahre

Wolfgang Nitsche, Der wirtschaftliche Übergang in Mitteleuropa bis 2004

Christopher Walsch, Ungeliebter ungarischer Kapitalismus

Doris Hanzl-Weiss, Die Slowakei seit 1989

Tibor Palánkai,Das Integrationsprofil Ungarns

 

13x20 cm, Englisch Broschur, 300 Seiten, zahlreiche farbige Abbildungen

28,00 Euro

ISBN 978-3-944487-04-5

 

Antonina Zykova

 

Zaren, Bären und Barbaren

Das mediale deutsche Russlandbild am Anfang des 21. Jahrhunderts und seine historischen Wurzeln

 

Die aktuellen Darstellungen Russlands in der deutschen Presse vermitteln ein düsteres Bild. Das Land sei in einer Autokratie unter dem neuen-alten „Zaren“ Putin versunken, der willkürlich im Inneren herrsche und seine Nachbarstaaten nach Belieben drangsaliere. Russland sei unberechenbar, imperialistisch und zuweilen barbarisch, ein Land, dem man noch höchstens mit Misstrauen begegnen sollte.

Dieses Russlandbild ist keine reine Widerspiegelung aktuell-politischer Ereignisse. Die sprachliche und inhaltliche Zusammensetzung der medialen Darstellungen Russlands wird von vielen Faktoren beeinflusst, die zum Teil unabhängig vom Betrachtungsobjekt existieren. Welche Faktoren sind das? Wie ist das moderne Russlandbild beschaffen? Wie schlagen sich frühere Vorstellungen von Russland im Mediendiskurs im ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts nieder? Woher kommen diese Bilder, die wir heute als gegeben empfinden? Aus dem Blickwinkel der Neuen Kulturgeschichte, kombiniert mit den Ansätzen der Perzeptionsforschung und der medienwissenschaftlichen Nachrichtenwerttheorie, geht die vorliegende Untersuchung der Frage nach, wie unser Verständnis des östlichen Nachbarn durch die überlieferten Wahrnehmungsmuster geprägt wird, die in ihren Ursprüngen bis ins 16. Jahrhundert hinein reichen.

 

Studien zur Geschichte Ost- und Ostmitteleuropas Bd. 11

 

ISBN 978-3-944487-19-9

360 Seiten, Festeinband, 3 farbige, 1 s/w Abbildungen

39,90 Euro

 

Miklós Zelei

Das entzweigesperrte Dorf

 

In diesem Interview- und Dokumentenband wird das Schicksal des Zwillingsdorfs Solonzi-Vel’ké Slemence an der heutigen slowakisch-ukrainischen Grenze erzählt. Das Dorf wurde 1945 zur tschechoslowakisch-sowjetischen Grenze. Sie teilte das Dorf in zwei Teile. Im Buch schildern die Einwohner des Zwillingsdorfs ihr Leben während der letzten sechs Jahrzehnte: Familien wurden auseinandergerissen, Brüder von Schwestern, Kinder von Eltern getrennt. Besuche wurden nur in Ausnahmefällen genehmigt, Schikanen gehörten zum Alltag.

Stalins 1945 im Dorf errichteter Eiserner Vorhang bestand auch nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion. Die Berliner Mauer konnte im November 1989 endlich abgerissen werden. Die Sowjetunion ist inzwischen Geschichte und die Tschechoslowakei existiert auch nicht mehr. Das Zwillingsdorf wird aber noch heute durch eine Grenze getrennt: Durch den Goldenen Vorhang der EU.

 

 

13x20 cm, Englisch Broschur, 380 Seiten, 32 s/w Fotos, 2 Karten

ISBN 978-3-933337-58-0

33,00 Euro

Gerhard Klußmeier
Vom Wirtschaftswunder-Erfolg über die DDR ins Nichts
OK-Kaugummi aus Pinneberg

Der Autor Gerhard Klußmeier (* 14. Mai 1939 in Hamburg), Karl-May-Biograf und Jazz-Historiker, dokumentiert in diesem Buch die wahrlich ungewöhnliche Geschichte vom Aufstieg und Fall der Süßwarenfabrikation OK Kaugummi in Pinneberg (Schleswig-Holstein) - einem Marktführer mit Kultstatus. Es ist darin auch die abenteuerliche Geschichte einer Fabrikanlage in einem einstmals geteilten Land enthalten, dessen Erfolg sich über die Wende hinaus dort fortsetzte, wo einst die inzwischen in andere Hände übergegangene und dann alsbald insolvente westdeutsche Mutterfirma OK ein Zweigwerk im "Billiglohnland DDR" errichtete. Ausführlich geschildert wird damit erstmals die Errichtung einer nach derzeit westlichen Normen und Vorgaben gebauten Fabrik in der DDR durch ein Unternehmen aus Westdeutschland, festgehalten in teilweise absurden Dokumenten der derzeitigen Staatssicherheit. Aktenfunde und vor allem Presseberichte zeigen darüber hinaus exemplarisch einen Wirtschaftskrimi der 1990er Jahre: Dabei musste die leidtragende OK-Belegschaft - forciert durch Fehler und Scheinadressen-Winkelzüge des Managements - den unaufhaltsamen Niedergang ihrer einst marktbeherrschenden Firma ohnmächtig über sich ergehen lassen. Ein zeitgenössisches, auch heute noch hoch aktuelles Beispiel über Beteiligung, Firmenzusammenschlüsse und ihren fatalen Folgen.

ISBN 978-3-933337-93-1
18x25 cm, Festeinband, 214 Seiten, 56 s/w, 122 farbige Abb. und Fotos
54,00 Euro

Marc Stefan Peters 
Konstruiert Kompromittiert Musealisiert. Altösterreich und Preußen. Ein historisch-kulturanthropologischer Vergleich  

Seit dem österreichischen Erbfolgekrieg 1740-1748 wurde das Verhältnis zwischen Österreich und Preußen zu einem sprichwörtlichen Spannungsfeld. Die Rivalität zwischen Hohenzollern und Habsburg-Lothringen dominierte nicht nur die innerdeutschen Diskussionen und Auseinandersetzungen, sondern hatte auch Auswirkungen für den ganzen umliegenden mitteleuropäischen Raum. Der junge Deutsche in Österreich und Ungarn ausgebildete Historiker Marc Stefan Peters versucht mit der vorliegenden Studie die beiden Rivalen zu vergleichen, wobei er einige neue überraschende Erkenntnisse darstellen kann. Seine Betrachtungen spannen sich von der Frage, in wie weit es zentrifugale und zentripetale Kräfte gab und in wie weit vor allem die "Nachgeschichte" für ein Verschwimmen von Wirklichkeit und Mythos gesorgt hat. Im Anhang finden sich kommentierte Primärquellen zum besseren Verständnis des Themas, sowie eine Analyse des Österreichisch-Ungarischen Dualismus im Vergleich zum Preußisch-Deutschen Dualismus.  

(Mitteleuropäische Studien 3)  
13x29 cm, Englisch Broschur, 130 Seiten, 5 farbige Tafeln
ISBN 978-3-933337-68-9
17,50 Euro

Henriett Kovács 
Die Friedensbewegung in Österreich-Ungarn an der Wende zum 20. Jahrhundert  

Mit der Haager Landkriegsordnung entstand Anfang des 20. Jahrhunderts erstmals eine allgemein gültige Richtlinie über Art und Weise der Kriegsführung. Schon Jahre zuvor bildete sich auf dem Territorium der Habsburgmonarchie eine Gruppe, die es sich zum Ziel gemacht hatte den Krieg als solches zu bekämpfen, ihn nach Möglichkeit durch diplomatische Verhandlungen unnötig zu machen. In der österreichischen Reichshälfte ist diese Friedensbewegung untrennbar mit der Baronin Bertha von Suttner, Sekretärin und Vertraute des schwedischen Multimillionärs Alfred Nobel und Trägerin des Friedensnobelpreises 1905, verbunden. Obwohl das Leben Bertha von Suttners in einigen Biographien mittlerweile einigermaßen gut dokumentiert ist, so blieb bislang eine Komponente weitgehend ausgespart, nämlich das Zusammenwirken der österreichischen Friedensbewegung mit ihrer ungarischen Schwesternorganisation, in der Mór Jókai eine ähnliche Position einnahm wie von Suttner in Österreich. Das vorliegende Buch versucht erfolgreich diese Forschungslücke zu schließen. Die Autorin Henriett Kovács, eine junge Budapester Historikerin, hat für die vorgelegte Arbeit umfangreiche Quellenstudien unternommen, so in der ungarischen Széchényi Landesbibliothek in Budapest und der UNO-Bibliothek in Genf und zahlreiche Zeitungen wie "Die Friedenswarte" und die "Neue Freie Presse" systematisch ausgewertet.  

(Mitteleuropäische Studien 2)  

13x20 cm, Englisch Broschur, 164 Seiten,
ISBN 978-3-933337-67-2
18,00 Euro

Márta Font  
Im Spannungsfeld der christlichen Großmächte
Mittel- und Osteuropa im 10.-12. Jahrhundert  

Europa wurde im Mittelalter mit der christlichen Welt (Orbis Christianus) identifiziert. Auch Byzanz war ein Teil davon. Die weltliche Macht wurde durch die Person des Kaisers verkörpert. Die "Verdoppelung" seiner Person zurzeit Karls des Großen und der Ottonen führte zu nicht wenigen Konflikten. Mit dieser Realität mussten die neuen Machtzentren, die sich im 10. Jahrhundert inmitten Europas formierten, rechnen: Mit der Nachbarschaft sowie mit den Herrschafts- und Missionsbestrebungen sowohl seitens des Deutsch-Römischen Kaiserreiches als auch seitens von Byzanz. Die Missionierungstätigkeiten, die um die erste Jahrtausendwende von den beiden Kaiserreichen ausgingen, erweiterten die Grenzen der christlichen Welt. Dazu gehörten damals nicht nur Mittel- (Ostmittel-)Europa, sondern auch das Gebiet, das heute Osteuropa genannt wird. Die Autorin analysiert, welchen Spielraum die vier neuen Machtzentren bzw. die dort an die Macht gekommenen Dynastien (Premysliden, Piasten, Árpáden und Rurikiden) im Spannungsfeld der beiden christlichen Großmächte hatten. Márta Font stellt die Entstehung der Machtzentren, die christliche Missionierungstätigkeit, die Ergebnisse der Kirchenorganisation, die entstandene Verwaltungsstruktur, die Differenzierung der Gesellschaft sowie die Kraftquellen der Wirtschaft unter Verwendung des gesamten, in der Region entstandenen Quellenmaterials dar. Die wichtigste Schlussfolgerung der Analyse ist, dass die Anwendung des Begriffs "mitteleuropäisches Modell", die in den späteren Epochen Anwendung fand, für das 10.-12. Jahrhundert unbegründet ist, weil die neuen Machtzentren - die Wurzeln der späteren Staaten - neben Ähnlichkeiten auch zahlreiche Unterschiede aufwiesen.  
Studien zur Geschichte Ost- und Ostmitteleuropas, Bd. 9  
17x24 cm, kartoniert, 390 Seiten, 15 farbige Abbildungen
ISBN 978-3-933337-47-4
59,50 Euro

Gyula Kristó
Nichtungarische Völker im mittelalterlichen Ungarn  
Die grundlegende Zielsetzung dieses Buches ist, die Geschichte der nichtungarischen Völker im mittelalterlichen Ungarn anhand drei Gesichtspunkte darzustellen; der siedlungsgeschichtliche Aspekt ist dabei bestimmend. Im Mittelpunkt des Buches steht die Darstellung, wo sich diese Völker innerhalb des Karpatenbeckens niederließen. Zwei weitere Fragen sind die Gesellschaft bzw. die Verwaltung dieser Völker. Alle drei Gesichtspunkte helfen, die Stellung dieser Völker in Ungarn zu definieren. In diesem Buch werden die Königinnen und die fremden Mitglieder der ungarischen Elite nicht behandelt. Sie sonderten sich nämlich - fast ausnahmslos - nicht aus den hier ansässigen fremden Elementen ihrer eigenen Ethnie ab. Sie repräsentieren nicht die Karrieren, die die deutschen, italienischen oder polnischen Volksgruppen durchliefen. Das Buch umfasst die Siedlungsgeschichte der Slawen, Deutschen, Wallonen, Italiener, Juden, Rumänen, Kumanen, Petschenegen, Jazygen und der Zigeuner.
Studien zur Geschichte Ungarns, Bd. 13.
ISBN 978-3-933337-61-5
13x20 cm, Englisch Broschur, 296 Seiten
, 29,50 Euro

Historische Demographie Ungarns (896-1996)
Die hier vorgelegten Studien überblicken eintausend Jahre. Diese Arbeiten zur historischen Demographie Ungarns wurden ursprünglich teils in verschiedenen Fachzeitschriften veröffentlicht, teils entstanden sie aus Vorträgen, die 1996 in Budapest im Központi Statisztikai Hivatal (Zentrales Statistisches Amt) anlässlich des Millecentenariums der ungarischen Landnahme vorgetragen wurden. Die Autoren gehören zu den besten Kennern der historischen Demographie.
Inhalt:
Gyula Kristó:  Die Bevölkerungszahl Ungarns in der Arpadenzeit
Pál Engel: Probleme der historischen Demographie Ungarns in der Anjou- und Sigismundszeit
András Kubinyi: Die Bevölkerung des Königreichs Ungarn am Ende des 15. Jahrhunderts
István Draskóczy: Die demographische Lage des Sachsenlandes zu Beginn des 16. Jahrhunderts
Géza Dávid: Die Bevölkerung Ungarns im 16.-17. Jahrhundert
Ákos Egyed: Bevölkerung und Gesellschaft des Szeklerlandes zwischen 1750 und 1850
Dezsö Dányi: Die Bevölkerung Ungarns im dritten Drittel des 18. Jahrhunderts
József Kovacsics: Die Bevölkerung Ungarns von 1787 bis 1870
András Klinger: Die Bevölkerung Ungarns nach den Volkszählungen
(Studien zur Geschichte Ungarns, Bd. 11)

278 Seiten, zahlreiche Tabellen, 17x24cm, kartoniert, 38,00 EuroISBN 978-3-933337-42-9

Zsuzsanna Kőrösi / Adrienne Molnár
Mit einem Geheimnis leben
Die Schicksale der Kinder der Verurteilten von 1956

In diesem Buch werden die Ergebnisse einer Forschung dargestellt, die zwischen 1994 und 1998 im Oral History Archivum des Instituts für Geschichte der Ungarischen Revolution 1956 in Budapest durchgeführt wurde. Die Untersuchung hat eine Antwort auf die Frage gesucht, wie sich die Schicksale der Kinder derjenigen entwickelten, die nach der Niederschlagung der Revolution hingerichtet oder zu Gefängnisstrafen verurteilt wurden, wie die Mitglieder einer Generation aufwuchsen, die wegen der revolutionären Rolle der Eltern eine schwere Erblast trugen. Die Autorinnen erhielten so verwertbare Informationen auch hinsichtlich der Alltagsgeschichte und der Mentalität der ungarischen Gesellschaft durch das Kennenlernen der persönlichen Schicksale und der Erfahrung, die die Interviewpartner in der öffentlichen bzw. privaten Sphäre erfuhren.

Der institutionelle Rahmen der Forschung wurde durch das Oral History Archivum des Instituts für Geschichte der Ungarischen Revolution 1956 ermöglicht. Das Oral History Archivum bewahrt und bearbeitet die Erinnerungen von mehr als tausend Zeitzeugen der ungarischen Geschichte im 20. Jahrhundert.
Studien zur Geschichte Ost- und Ostmitteleuropas, Bd. 4
Kartoniert, 240 Seiten, 24 s/w Abb.
ISBN 3-933337-35-6
25,00 Euro

Ferenc Makk
Ungarische Außenpolitik (896-1196)

Dieses Buch überblickt die Außenbeziehungen von drei Jahrhunderten in der ungarischen Geschichte zwischen 896 und 1196. Die heidnischen und nomadisierenden Ungarn nahmen in der Zeit zwischen 895 und 900 das Karpatenbecken in Besitz. Zur Zeit der ersten Jahrtausendwende begann das ungarische Volk das moderne westeuropäische Staatsmodell für sich selbst zur Geltung zu bringen. Infolge der fast zwei Jahrhunderte dauernden Kraftanstrengungen reihte sich das Königreich Ungarn erfolgreich in das lateinische Westeuropa ein. In internationaler Hinsicht entwickelte sich Ungarn zu dieser Zeit zur führender Macht Mitteleuropas.
Im Buch wird große Aufmerksamkeit darauf verwendet, die entstandenen Beziehungen der Ungarn mit den Nachbarvölkern und -Staaten darzustellen. Innerhalb deren nimmt das Beziehungssystem zum Deutschen Reich einen herausragenden Platz ein, da auf die Außenpolitik der drei Jahrhunderte ungarischen Geschichte die Entwicklung der ungarisch-deutschen Beziehung einen bedeutenden Einfluß ausübte.
(Studien zur Geschichte Ungarns, Bd. 3)

ISBN 3-933337-14-3
14,5 x 20,5 cm, kartoniert, 147 Seiten
14,50 Euro

András Kubinyi
Matthias Corvinus.
Die Regierung eines Königreichs in Ostmitteleuropa. 1458-1490


Die Studien in diesem Band behandeln die Verwaltung, Regierung und Herrschaft des ungarischen Renaissance-Königs, Matthias Corvinus. Das Buch enthält außer Übersetzungen von Studien, die bis jetzt nur in ungarischer Sprache veröffentlicht wurden, auch eine neue, bis jetzt unveröffentlichte Studie. Ein Namen- und Ortsnamenverzeichnis erleichtert die Orientierung in diesem Band. Inhalt: Die Staatsorganisation der Matthiaszeit * König Matthias und das provinzielle Ungarn *  Die Komitatsgespanschaften im Jahr 1490 und das Problem der Thronfolge von János Corvin * König Matthias und die ungarischen Bischöfe * Probleme bei der Mobilisierung und Logistik unter Matthias * Kriegslasten der Städte unter Matthias Corvinus * Die südlichen Grenzfestigungen Ungarns am Ende des Mittelalters * Die Wiener Regierung des Königs Matthias Corvinus * Königtum, Stände und Regierungen am Ende des Mittelalters in Ungarn.
(Studien zur Geschichte Ungarns, Bd. 2)

14,8 x 23,5 cm, kartoniert, 248 Seiten, 1 s/w Abb.
ISBN 3-933337-13-5
22,50 Euro

Gyula Kristó
Die Geburt der ungarischen Nation

Dieses Buch strebt nachzuweisen, dass die ungarische Nation bzw. ihre doppelte Auffassung schon im 13. Jahrhundert entstanden war. Diese ungarische Nation wäre im 13. Jahrhundert ohne diejenigen europäischen Erkenntnisse nicht geboren worden, die seit dem 12. Jahrhundert mit den Kreuzzügen, Pilgerfahrten, Universitäten verbunden waren, und die den Menschen das Bewußtsein ihrer Selbstidentität und Andersartigkeit bewußt machen ließen, die gewisse, mit ihnen verbundene Gefühle herausbildeten bzw. verstärkten. Die Nation benutzte einerseits uralte Bewußtseins- und Gefühlserscheinungen und deutete sie um, anderseits stellte sie aber diese in neue Dimensionen. Zur Geburt der ungarischen Nation brachten die literarischen Werke derjenigen einen entscheidenden Anstoß, die am Ende des 12. Jahrhunderts in Frankreich ihre Studien absolvierten.
Gyula Kristó lehrt seit 1962 an der Universität von Szeged und ist seit 1978 Universitätsprofessor. Seine Forschungsgebiete sind mittelalterliche ungarische Geschichte, historische Hilfswissenschaften. Er publizierte 75 Bücher und etwa 500 Studien.
(Studien zur Geschichte Ungarns, Bd. 4)

ISBN 3-933337-17-8
14,5 x 20,0 cm, kartoniert, 200 Seiten
17,50 Euro

Gabriel Adrianyi
Die Ostpolitik des Vatikans 1958-1978 gegenüber Ungarn
Der Fall Kardinal Mindszenty


Während die Haltung Pius XII. gegenüber dem kommunistischen Osten dezidiert kritisch und gegenüber der katholischen Kirche Ungarns außerordentlich freundlich war, begann Johannes XXIII. 1958 eine neue Ostpolitik, die sowohl zum Dialog mit den Machthabern, wie auch zu Konzessionen ihnen gegenüber bereit war. Diese Politik wurde auch von seinem Nachfolger, Paul VI. (1963-1978), mit Hilfe des Erzbischofs Agostino Casaroli fortgesetzt. Meilensteine der neuen Entwicklung waren das Teilabkommen von 1964 mit Ungarn ; in dem der Hl. Stuhl den außerordentlich nachteiligen status quo der Kirche hinnahm ; dann die für die Kirche kaum tragbaren Bischofsernennungen zwischen 1964 und 1978, ferner die Exilierung des Kardinals Mindszenty 1971, schließlich seine Amtsenthebung 1974.
Anhand von Dokumenten aus den Archiven des ungarischen Staatssicherheitsdienstes, des Zentralkomitées der ungarischen kommunistischen Partei und dem Privatarchiv des Verfassers wird die Ostpolitik des Vatikans von 1963 bis 1978 wie folgt beschrieben:
- Die vatikanische Ostpolitik schob die Kirchentreuen beisseite und verhandelte ausschließlich mit den Regierungsbeauftragten und den in die Kirche eingeschleusten Agenten des Staatssicherheitsdienstes,
- Sie nahm bewußt in Kauf, um die Hierarchie aufrechtzuerhalten, moralisch und politisch kompromittierte Priester zu Bischöfen zu ernennen,
- Sie duldete stillschweigend die zersetzende Aktivität der Friedenspriester und prostestierte nie offen gegen die massiven Kirchenverfolgungen,
- Der Vatikan schob als ein Hindernis seiner Ostpolitik Kardinal Mindszenty beiseite und garantierte der ungarischen Regierung ohne Wissen des Kardinals, dass dieser ohne Rehabilitierung Ungarn für immer verlassen, sich in die heimatlichen kirchlichen Angelegenheiten nicht einmischen, und keine für die ungarische Regierung nachteiligen Erklärungen abgeben werde. Außerdem werde er innerhalb von zwei Jahren von seinem Amt zurücktreten, oder aber er werde vom Papst demissioniert. Außerdem sorge der Hl. Stuhl dafür, dass seine Anwesenheit in einem Kloster abgeschirmt werde.
Aufgrund dieser Tatsachen kann die paulsche Ostpolitik im Hinblick auf Ungarn nur negativ bewertet werden.
(Studien zur Geschichte Ost- und Ostmitteleuropas, Bd. 3)

ISBN 3-933337-29-1
14,0x20,0 cm, kartoniert, 186 Seiten, 28 s/w Abb.
19,50 Euro

Gabriel Adriányi
Kleine Kirchengeschichte Ungarns

Die vorliegende „Kleine Kirchengeschichte Ungarns“ vermittelt eine kurze, jedoch komprimierte und informative Darstellung des Christentums in Ungarn seit den Anfängen bis zur Gegenwart. Der Verfasser begleitet den Weg der Ungarn aus der Urheimat über ihre Wanderungsstationen bis zum Karpatenbecken, weist auf ihre Begegnung mit dem Christentum vor und nach der Landnahme hin, setzt sich mit der Gründung des christlichen States und ihrem Ausbau unter Stephan dem Heiligen und seiner Nachfolger auseinander, analysiert die kirchlichen Verhältnisse in den ersten Jahrhunderten der Arpadenkönige (1001-1301), in der Zeit der Wahlkönige (1301-1526), im Zeitalter der Habsburger (1526-1918), in der Zwischenkriegszeit (1918-1945), zur Zeit der kommunistischen Diktatur (1945-1989) sowie in der Zeit der wiedererlangten staatlichen und religiösen Freiheit (seit 1989).
Der Verfasser weist überall auf die Eigenheiten der ungarischen Kirchengeschichte hin, so auf die Entwicklung der königlichen Oberpatronatsrechte, die speziellen ungarischen „loca credibilia“ (Notariate) der Kirche, die eigenständige Entwicklung des ungarischen Ordenswesens, die Rolle der Kirche bei der Identität und Kultur der Nation, den eigentümlichen Ablauf der Reformation in Ungarn, inklusive Siebenbürgen, die schwere Zeit der Türkenkriege und der osmanischen Besetzung Mittelungarns 150 Jahre hindurch. Es wird aber auch auf die Regeneration des Christentums im Zeitalter des Barock und nach dem Abflauen des Liberalismus im 20. Jahrhundert hingewiesen. Die Kirchenverfolgung des kommunistischen Systems wird eigens behandelt, der schwierige Neubeginn nach der politischen Wende 1989 geschildert. Die Darstellung berücksichtigt auch die protestantischen Kirchen und die Juden in Ungarn.

Die Arbeit schliesst mit einer Statistik der gegenwärtigen Lage der Kirche und einem Verzeichnis der Veröffentlichungen des Verfassers, aus dem der Leser weitere Anregungen zur Lektüre erhält.

(Studien zur Geschichte Ungarns, Bd. 5)

ISBN 3-933337-30-5
14,0 x 20,0 cm, kartoniert, 135 Seiten
16,50 Euro

 

 

BLICKE AUF DAS MITTELALTER
Aspekte von Lebenswelt, Herrschaft, Religion und Rezeption
Festschrift Hanna Vollrath zum 65ten Geburtstag
Herausgegeben von Bodo Gundelach und Ralf Molkenthin


 Diese Festschrift für Prof. Dr. Hanna Vollrath ist aus dem Kreis ihrer Bochumer Schüler und Schülerinnen hervorgegangen und vereinigt Beiträge, die zeitlich von der Völkerwanderungszeit bis in die Neuzeit reichen. Sie behandeln ein breites Spektrum, das Aspekte wie Kirchenschändungen, Herrschaftsideologie und –ikonographie, Ethnogenese, weibliche Religiosität, Essgewohnheiten, Hexenverfolgungen sowie Verkehrtechnik umfasst.

Inhalt:
Anke Gondek: Über die Vererbbarkeit des Interesses an mittelalterlicher Geschichte
Miriam Czock: Wo gesündigt wird, kann der Sieg nicht gewonnen werden – Plünderungen von Kirchen im Krieg in den Werken Gregors von Tours (538-594)
Dirk Jäckel: Der Herrscher als Löwe: Über die Lebensdauer und Veränderung eines Symbols in Altertum und Mittelalter
Ralf Molkenthin: Salz aus Soest. Überlegungen zur historiographischen Überlieferung der Soester Saline – oder: Die Suche nach dem Etwas im Nichts. Ein Diskussionsbeitrag.
Tibor Schäfer: Hunnen, Alanen und Bretonen. Zur Ethnogenese Westfrankreichs im frühen Mittelalter.
Sabine Geldsetzer: Zwischen Fakten und Fiktion: Die Geschichte einer Nonne
Bodo Gundelach: Thomas Becket in Ostfriesland
Stephanie Caspari: Eleonore von Aquitanien und Fontevraud. Ein Beispiel weiblicher Religiosität im 12. Jahrhundert
Angelika Wulff: Verschweigen und Nennen. Wie Hildegard von Bingen Namen einsetzt.
Andreas Korthals: Essen im Mittelalter
Iris Kwiatkowski: Das Lehnswesen im späten Mittelalter – Stand und Perspektiven der Forschung
Julia Eulenstein und Ditte Gurack: Rechtliche Aspekte der frühneuzeitlichen Hexenverfolgungen am Beispiel des Hochstifts Bamberg und der freien Reichsstadt Köln
Hardy Priester und Ralf Molkenthin: Schiffe auf der Ruhr

Studien zur Geschichte ds Mittelalters, Bd. 2

14,8x20,5 cm, kartoniert, 237 Seiten, 25,00 Euro
ISBN 3-933337-34-8

Ignác Romsics
Der Friedensvertrag von Trianon


Ignác Romsics behandelt in seiner Arbeit eine der umstrittensten Fragen in der modernen ungarischen Geschichte: Den Friedensvertrag von Trianon. Er stellt die nationalen Gegensätze innerhalb der Völker der Österreichisch-Ungarischen Monarchie, die Kriegsziele des Ersten Weltkrieges, die Versuche der ungarischen Revolutionen von 1918-1919, die Krise zu meistern, die Standpunkte und die Entscheidungen der Friedenskonferenz, die Gegenargumente und Verhandlungen der von Albert Apponyi geführten ungarischen Delegation und schließlich den Friedensvertrag und seine Durchführung dar.
Studien zur Geschichte Ungarns, Bd. 6

ISBN 3-933337-36-4
Kartoniert, 224 Seiten, 24 s/w Abb., 19,50 Euro

Gyula Kristó
Geschichte des frühen Siebenbürgens (895-1324)

Dieses Buch bietet aufgrund des praktisch vollständigen Quellenmaterials, der sprachwissenschaftlichen Erkenntnisse und der zur Verfügung stehenden archäologischen Daten ein zusammenfassendes Bild von den ersten 430 der Geschichte Siebenbürgens. 895 ist der Zeitpunkt der ungarischen Landnahme, der für die Zukunft Siebenbürgens auf jeden Fall ein Epochen machendes Ereignis war, auch wenn sie in der damaligen Gegenwart keine entscheidende Veränderung mit sich brachte. Auch das Schlussdatum (1324) weist auf zwei wichtige Ereignisse hin, die einerseits die Macht des Woiwoden betrafen, andererseits die siebenbürgische Adelsgesellschaft. Schließlich dürfen wir eins nicht vergessen: Obwohl die Arpadenzeit 2301 mit dem Tod des Königs Andreas III. endete, trat die letzte arpadenzeitliche Generation etwa um 1325 von der historischen Bühne ab. Man könnte auch sagen: Das Buch endet dort, wo auch im Leben der Siebenbürger der Arpadenzeit ein Schlusspunkt gesetzt wurde.
(Studien zur Geschichte Ungarns, Bd. 7)

14,5x 20,8 cm, kartoniert, 284 Seiten, 10 Karten
25,00 Euro
ISBN 3-933337-37-2

Ignác Romsics
Es war einmal... Ungarns Aufbruch zur Demokratie

Ignác Romsics nähert sich mit der Präzision und der kritischen Distanz des Wissenschaftlers an den entscheidenden Prozess der jüngeren ungarischen Zeitgeschichte an, den Systemwandel. Der ausgezeichnete Historiker zeigt uns sowohl die Vorgeschichte als auch die wichtigsten Ursachen dieses Phänomens auf. Er behandelt den Zustand der Wirtschaft, das allgemeine Befinden der Gesellschaft und die internationalen Zusammenhänge. Als zwei Seiten eines Prozesses stellt er den Zerfall der Staatspartei und das Erstarken, die Parteiwerdung der Opposition dar. Unter den wichtigsten Stationen des Übergangs erscheinen die ersten großen Demonstrationen und die Umwertung der Ereignisse von 1956. Im weiteren Verlauf seiner Arbeit stellt der Autor fest, dass sich die Ereignisse des ersten Jahres der Demokratie, 1990, mit schicksalhaften Wahlen, neuen Demonstrationen und Affären in ihrer Tendenz bis heute fortsetzten. Die Probleme, die mit der Privatisierung einhergehen, und die Vertiefung der wirtschaftlichen und sozialen Krisen signalisieren, dass der politische Transitionsprozess zwar abgeschlossen werden konnte, aber die Transformation der gesellschaftlichen Strukturen noch eine längere Zeit in Anspruch nehmen wird. Die im Buch geschilderten Ereignisse werden mit Fotos des ausgezeichneten Pressefotographen, Imre Prohászka, illustriert.

(Studien zur Geschichte Ungarns, Bd. 8)
13x20 cm, kartoniert, 372 Seiten 36 s/w Fotos und Abbildungen
29,50 Euro
ISBN 3-933337-38-0 

Janusz Tazbir
Polen an den Wendepunkten der Geschichte

Dieser Essayband des bekannten polnischen Historikers überblickt vier Jahrhunderte polnische Geschichte.
Aus dem Inhalt: Die Union von Lublin aus heutiger Sicht; Genese und Folgen der freien Königswahlen; Die Magna Charta der polnischen Toleranz; Sigismund III. Wasa; Die Union der allzu großen Hoffnungen; Aristokratie auf Polnisch; Der Untergang des Staates und die Pracht der Kirche; Die Wurzeln des Antiklerikalismus; Die Sarmaten und der Alkohol; Die Polen und ihre Obrigkeit; „Kein König stand auf dem Schafott“; Der Große oder nur der Vierjährige Sejm?; Das sarmatische Vichy; Endgültige Teilung, jedoch nicht die Letzte; Mit der Feder oder mit dem Säbel?; Kosciuszko in der Legende der Jahrhunderte; Die Bibel des Stalinismus; Der Klassenfeind als Teufel; Das Herz auf der westlichen Seite; Die Bilanz unseres Jahrhunderts.

(Studien zur Geschichte Ost- und Ostmitteleuropas, Bd. 2)
2. Auflage
13x20,5 cm, 380 Seiten, 34,50 Euro
ISBN 3-933337-22-4

István Zimonyi
Muslimische Quellen über die Ungarn vor der Landnahme
Das ungarische Kapitel der Ğaihānī-Tradition


Von den muslimischen Quellen ist die Ğaihānī-Tradition diejenige, die den ausführlichen Bericht über die Ungarn vor der Landnahme aufbewahrte; al- Ğaihānī’s geographisches Werk ist aber verloren gegangen, und wir kennen es nur aus den Werken arabischer (Ibn Rusta, al-Bakrī, al-Marwazī und Abū-l-Fidā’), persischer (Hudūd al-cālam, Gardīzī) und türkischer Kopisten. Bei der Rekonstruktion des Textes wurden al-Marwazī, Ibn Rusta und Gardīzī zur Grundlage gelegt, zu denen die Umformulierungen al-Bakrī’s und des Hudūd al-cālam nützliche Ergänzungen darstellen. Anhand von Textvergleichen wurde der Originaltext rekonstruiert. Der Grundtext hatte eine kürzere Variante, die ergänzt wurde, und so entstand die längere Redaktion. Die Grundredaktion wurde noch mindestens zweimal überarbeitet und dabei neue Ergänzungen in den Text eingefügt.
Den größten Teil der vorliegenden Untersuchung machen die dem Text beigefügten philologischen und historischen Kommentare aus, bei denen die Ergebnisse von drei Fachgebieten integriert wurden: 1. die muslimische Zivilisation, 2. die Zivilisation der Nomaden der eurasischen Steppenzone, 3. die Forschungsergebnisse der frühungarischen Geschichte.

(Studien zur Geschichte Ungarns, Bd. 9)

ISBN 3-933337-39-9
17x24 cm, kartoniert, 350 Seiten, 11 Karten, 32 Abbildungen
44,50 Euro

Politik

Arn Strohmeyer

 

Ist Antizionismus gleich Antisemitismus?

 

Eine Antwort auf Kritiker meines Buches Antisemitismus – Philosemitismus und der Palästina-Konflikt. Hitlers langer verhängnisvoller Schatten

 

 

Die Verteidiger der israelischen Politik in Deutschland greifen, wenn Kritiker unter Berufung auf die Menschenrechte und das Völkerrecht diese Politik kritisieren, schnell zum Antisemitismus-Vorwurf Arn Strohmeyer untersucht an einem prototypischem Fall – der Kritik des Bremer Grünen-Politikers und Vorsitzenden der Bremer Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG) Hermann Kuhn an seinem Buch Antisemitismus – Philosemitismus und der Palästina-Konflikt – die Argumente, auf die sich die Israel-Apologeten dabei stützen. Strohmeyer kommt zu dem Ergebnis, dass die Verteidiger Israels so gut wie ausschließlich ideologisch argumentieren, aber offenbar nur begrenzte Kenntnisse des Zionismus und seiner Geschichte haben. Oder sie tabuisieren und verdrängen die zionistische Realität, weil sie nicht in ihr Wunschbild von Israel passt. Der Antisemitismus-Vorwurf, den sie gegen die Kritiker der israelischen Politik verwenden, erweist sich damit in erster Linie als eine ideologische Waffe, die von Israels Vorgehen gegen die Palästinenser ablenken und Kritik an Israels Vorgehen ausschalten soll.

 

Der Missbrauch von angeblichem Antisemitismus ist moralisch verabscheuungswürdig. Es waren Hunderte von Jahren nötig und Millionen von Opfern, um Antisemitismus – eine spezielle Form von Rassismus, der historisch zum Genozid führte – in ein Tabu zu verwandeln. Menschen, die dieses Tabu missbrauchen, um Israels rassistische und genozidale Politik gegenüber den Palästinensern zu unterstützen, tun nichts anderes, als die Erinnerung an jene jüdischen Opfer zu schänden, deren Tod aus humanistischer Perspektive nur insofern Sinn hat, als er eine ewige Warnung an die Menschheit ist vor jeder Art von Diskriminierung, Rassismus und Genozid.“ (Ran Ha Cohen, israelischer Literaturwissenschaftler)

 

Beiträge zur Internationalen Politik, Bd. 10

 

ISBN 9783944487489

13x20 cm, Englisch-Broschur, 182 Seiten

17,90 Euro

 

Arn Strohmeyer

Die einzige Demokratie im Nahen Osten?

Israel und die westlichen Werte

 

Dass Israel die „einzige Demokratie“ im Nahen Osten ist, gilt in westlichen Staaten (USA und EU) als unumstößliches Dogma. Dieser Staat wird als „demokratische Insel“ im Meer der arabischen Diktaturen ringsum angesehen. Schon der Begründer des Zionismus, Theodor Herzl, sah den Judenstaat visionär „als Vorposten der Kultur gegen die Barbarei“, und Israel versteht sich heute als „Villa im (arabischen) Dschungel“. Dabei steht schon die zionistische Ideologie des Siedlerkolonialismus, die Israel von Anfang an geprägt hat, im Widerspruch zum Wesen der Demokratie westlichen Typs. Denn der israelische Staat konnte nur mit der Unterwerfung eines anderen Volkes und dem Raub seines Landes geschaffen werden. Heute leben im israelischen Herrschaftsbereich (Westbank und Gazastreifen) fast vier Millionen Palästinenser ohne jede bürgerlichen und demokratischen Rechte. Auch die Palästinenser in Israel selbst sind keine vollwertigen Bürger und weitgehenden Diskriminierungen ausgesetzt. Israel erweist sich so nicht als Demokratie, sondern als Ethnokratie mit demokratischen Elementen, denn die Juden sind die privilegierte und dominante Schicht. Ein Faktum, das mit den westlichen Werten von der Gleichheit aller Menschen und ihren unveräußerlichen Rechten nicht vereinbar ist.

Beiträge zur Internationalen Politik, Bd. 9

 

ISBN 978-3-944487-43-4

13,0x20,0 cm, Englisch-Broschur, 230 Seiten

18,90 Euro

 

Arn Strohmeyer

Erinnern – aber wie?

Israel zwischen Holocaust-Gedenken und Besatzung

 

Der Holocaust war eines der furchtbarsten Verbrechen der Menschheitsgeschichte. Ihm fielen nicht nur über fünf Millionen Juden zum Opfer, sondern auch Millionen anderer Menschen, die in der Ideologie der Nationalsozialisten „unwertes Leben“ darstellten. In Deutschland spielt diese monströse Untat in der Politik und im Alltagsleben kaum noch eine Rolle, sie findet bestenfalls in Reden an Gedenktagen noch routinemäßige Erwähnung. Anders in Israel. Hier ist der Holocaust auf staatliches Betreiben hin tief in das Bewusstsein der Menschen eingedrungen, er bestimmt alle Bereiche des Lebens, er ist dort allgegenwärtig. Ja, er ist zu einem Teil der israelischen Identität geworden. Die israelische Politik ist auch nie davor zurückgeschreckt, den Holocaust als moralisches Kapital für die eigenen Interessen einzusetzen und ihn für das Erreichen politischer Ziele zu instrumentalisieren. So setzt Israel die deutsche Schuld ganz bewusst als Druckmittel gegenüber deutschen Regierungen ein. Israel rechtfertigt aber auch seine völkerrechtswidrige Besatzungs-, Landraub- und Siedlungspolitik gegenüber den Palästinensern und damit die massive Verletzung der Menschenrechte mit dem Holocaust. Damit begibt sich dieser Staat nicht nur in ein großes moralisches Dilemma, sondern er nimmt offenbar auch einen großen Verlust seiner moralischen Glaubwürdigkeit in Kauf. Eine solche Rechtfertigung seiner Politik stellt zugleich auch eine extreme Trivialisierung dieses Mega-Verbrechens dar. Der Autor kritisiert einen solchen unwürdigen Umgang mit den Toten des Holocaust und versucht eine Antwort auf die Frage zu geben: Wie können wir uns heute angemessen erinnern?

Beiträge zur Internationalen Politik, Bd. 8

 

ISBN 978-3-944487-38-0

13,0x20,0 cm, Englisch-Broschur, 206 Seiten

14,90 Euro

Arn Strohmeyer
Antisemitismus - Philosemitismus und der Palästina-Konflikt
Hitlers langer verhängnisvoller Schatten
Der Antisemitismus hat in Europa und speziell in Deutschland zu furchtbaren Verbrechen geführt, die im Holocaust der Nationalsozialisten ihren monströsen Höhepunkt erfuhren. Es versteht sich von selbst, dass besonders die westlichen Gesellschaften den Antisemitismus ächten und auf jede Form des erneuten Auftretens dieser Form des Rassismus äußerst sensibel reagieren. Der Antisemitismus-Vorwurf steht deshalb in den aktuellen politischen Auseinandersetzungen ständig im Raum. Die Frage ist aber: Handelt es sich dabei wirklich immer um das Auftreten von echtem Antisemitismus oder wird dieser Vorwurf von Lobbygruppen nicht auch interessenbestimmt für das Erreichen bestimmter politischer Ziele instrumentalisierend eingesetzt? Dieser Frage geht das vorliegende Buch nach. Der Autor stellt dabei fest, dass die historischen Veränderungen im Judentum selbst auch Folgen für den Antisemitismus-Begriff mit sich gebracht haben. Im Judentum gab es immer die beiden spaltenden Tendenzen der Absonderung, Abschottung und Isolation einerseits und der universellen Offenheit und Weltzugewandtheit andererseits. Durch die Entstehung des Staates Israel und die ihn tragende ethnisch-nationalistische Ideologie des Zionismus hat die erste Richtung deutlich die Dominanz erlangt, die Universalisten sind im Judentum eher zu einer Randgruppe geworden. Da Israel den Anspruch erhebt, das ganze Judentum zu vertreten (was die Universalisten wiederum nicht anerkennen), hat der Antisemitismus-Begriff sich in der Weise verändert, dass er nicht mehr allein Hass auf Juden wegen ihres Jude-Seins meint, sondern nun jede Kritik an Israel und seiner äußerst umstrittenen Politik gegenüber den Palästinensern als solchen bezeichnet. Dieser Definition widersprechen aber die Universalisten, die sich für das Einhalten der jüdischen Ethik von Versöhnung und Nächstenliebe, Menschenrechten und Völkerrecht einsetzen. Der heute gängige und im öffentlichen politischen Diskurs benutzte Antisemitismus-Begriff erweist sich deshalb sehr oft als ein manipulativ und instrumentalisierend vorgebrachtes Argument, das einzig das Ziel verfolgt, die ethnisch-nationalistischen Interessen Israels zu vertreten und einzufordern, nicht aber als ein probates Mittel, über diese Form des Rassismus aufzuklären und sie zu bekämpfen. Gegen diese Form des Missbrauchs und der ideologischen Instrumentalisierung des Anti-Antisemitismus wendet sich dieses Buch. Dass dieser Missbrauch besonders in Deutschland überhaupt möglich ist, hängt nicht zuletzt mit dem als Folge der nationalsozialistischen Verbrechen vorherrschenden Schuldgefühl gegenüber Juden und dem daraus abgeleiteten Philosemitismus zusammen. Es wird dabei oft übersehen, dass Philosemitismus und Antisemitismus sehr eng zusammenhängen und dass ersterer für ein verzerrtes Bild gerade im Blick auf den Nahost-Konflikt verantwortlich ist. Auch dieses Phänomen unterzieht der Autor einer ausführlichen Analyse. Er plädiert deshalb für eine realitätsbezogene Beurteilung des Konflikts und für eine im Sinne universalistischer Werte gerechte Lösung auch für die Palästinenser.
Beiträge zur Internationalen Politik, Bd. 7
ISBN 9783944487304 Englisch-Broschur, 13x20 cm, 226 Seiten
17,90 Euro

Sven Severin
Shalom ist nicht Frieden
Die emotionalen Wurzeln des Nahost-Konflikts

In diesem Buch werden die wichtigsten Ereignisse der neueren Israel-Palästina-Geschichte miteinander verknüpft und an den Ideen und Praktiken der alten jüdischen Religion gemessen. Dabei tritt Erstaunliches zutage: Es kann in Israel gar kein Frieden entstehen, solange dort die Religion (in ihrer rabbinischen Version) eine vorherrschende Rolle spielt. Die beharrlichen Friedensbemühungen vieler säkularer Gruppen in Hinblick auf Israel sind zwar achtbar und integer, aber sie können politisch nicht wirksam umgesetzt werden. Werden alle diese Gesichtspunkte miteinander verknüpft, erscheinen am Horizont deutlich die Umrisse der die politische Realität bestimmenden emotionalen Wurzeln des Nahost-Konflikts.
ISBN 978-3-944487-18-2
17x24 cm (B5), kartoniert, 250 Seiten
25,00 Euro

Arn Strohmeyer
Das unheilvolle Dreieck. Deutschland, Israel und die Palästinenser
Plädoyer für eine andere Nahostpolitik
"Wer Hitler abschütteln will, muss heute die Palästinenser verteidigen", hat der deutsch-französische Publizist Alfred Grosser geschrieben, der als Jude im "Dritten Reich" emigrieren musste. Mit diesem Satz hat er die ganze unheilvolle Beziehung zwischen Deutschland, Israel und den Palästinensern geschildert. Deutschland hat unter Berufung auf die Verbrechen der Nazis an den Juden den Staat Israel von Anfang an rückhaltlos unterstützt - politisch, wirtschaftlich und militärisch und tut das auch heute noch. Für Bundeskanzlerin Angela Merkel ist das deutsche "Staaträson". Israel konnte sich aber als Staat nur etablieren, weil sein Siedlerkolonialismus ein anderes Volk - die Palästinenser - aus ihrer Heimat vertrieb, ihr Land raubte und ihre Gesellschaft und Kultur zerstörte. Dieser Prozess dauert bis heute an und macht eine Friedenslösung im Nahen Osten unmöglich. Durch den bedingungslosen Beistand, den Deutschland für Israel leistet, unterstützt es die aggressive und völkerrechtswidrige Expansions- und Besatzungspolitik dieses Staates. Es ist damit an der Unterdrückung der Palästinenser direkt beteiligt. Da diese Politik Israels aber ohne Zukunftsperspektive ist und seine eigene Existenz gefährdet, droht Deutschland sich ein weiteres Mal an den Juden schuldig zu machen. Dieses Buch zeigt auf, warum eine andere Nahost-Politik unbedingt nötig ist. Inhalt: Der Holocaust, Israel und der Anspruch auf das Land der Palästinenser Philosemitismus als Versuch der Befreiung vom Antisemitismus - die Deutschen und der Holocaust III Mit Waffenlieferungen fing es an - wie Deutschland und Israel ins Geschäft kamen Zionismus und Gewalt - auch die Deutschen sehen weg Die selbst gestellte Falle: die deutsche Staatsräson für die Sicherheit Israels Schweigen als politische Waffe Das Wiedergutmachungsabkommen Adenauers Geheimabkommen mit Ben Gurion Rüstungskooperation zwischen Deutschland und Israel Richtlinien für den Rüstungsexport - aber nur auf dem Papier IV Israels Rüstungsindustrie und sein Waffenarsenal Die Palästinenser als Versuchskaninchen für Israels Waffen V Das unheilvolle Dreieck "Sonderbeziehung" oder "Normalisierung"? Und die Palästinenser? VI Die Kirchen mystifizieren Israel und schweigen zu seiner Unrechtspolitik VII "Solidarität mit Palästina" - die Nahostpolitik der DDR VIII Israels Rolle in der Strategie des Westens IX Der Missbrauch der Holocaust-Erinnerung oder: Warum der Frieden unmöglich ist
Über den Autor: Arn Strohmeyer, Jahrgang 1942, hat Philosophie, Soziologie und Slawistik mit dem Abschluss Magister studiert. Er hat dann als politischer Journalist an verschiedenen Tageszeitungen und einer politischen Monatszeitschrift gearbeitet. Neben dieser Tätigkeit hat er mehrere Bücher geschrieben. Seine besonderen Themenschwerpunkte waren dabei die kritische Aufarbeitung der NS- Zeit, der Nahe Osten sowie Griechenland und speziell Kreta. Dieser Insel fühlt er sich seit seiner ersten Reise dorthin im Jahr 1967 sehr verbunden. Strohmeyer lebt und arbeitet heute als Schriftsteller in Bremen. (arnstrohmeyer.de)

Beiträge zur Internationalen Politik, Bd. 5
ISBN 978-3-944487-14-4 14,8x20,5 cm, kartoniert, 208 Seiten, 9 Farbfotos
19,50 Euro

Andrej Pustovitovskij

Keine Lösung als beste Lösung? Die Kurilenfrage aus der Sicht der liberalen Theorie  
Über 60 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg sind in Ostasien noch heute seine direkten Nachwirkungen im politischen Alltag spürbar. Im Gegensatz zur Bundesrepublik Deutschland wird Japans Verhältnis zu seinen Nachbarn bis heute durch diese Vergangenheit ernsthaft belastet. Dies gilt nicht nur für Japans Beziehungen zur VR China oder zu Südkorea, sondern auch für die russisch-japanischen Beziehungen. Und obwohl Russland nicht unter japanischer Besatzung zu leiden hatte, ist ein Friedensvertrag zwischen den beiden Nachbarn bis heute nicht geschlossen worden. Der Stein des Anstoßes ist die ungelöste Territorialfrage. Die Frage der südlichen Kurilen zieht sich wie ein roter Faden durch die Beziehungen beider Staaten nach 1945 und scheint bisher immer die Hürde gewesen zu sein, welche die Politiker beider Länder nicht fähig oder nicht Willens zu überwinden sind. Trotz diverser Initiativen sind die vier Inseln weiterhin ein großes Reizthema, vor allem für die japanische Seite. Allerdings scheint diese Frage zumindest seit dem Jahrtausendwechsel auf der Agenda zunehmend in den Hintergrund zu rutschen. Zugleich kann man durchaus von einem guten und kooperativen Verhältnis zwischen Moskau und Tokyo sprechen. Auf der anderen Seite sind oft recht widersprüchliche Signale aus beiden Ländern, gerade im Bezug auf die Territorialfrage zu vernehmen. Hoffnungsvolle Initiativen wechseln sich in kürzester Zeit mit kontraproduktiven Aktionen ab. Da die bilateralen Beziehungen bereits seit zwei Dekaden durch dieses beinah immergleiche Muster gekennzeichnet sind, stellt sich die Frage - Ist keine Lösung eigentlich  die beste Lösung? Diese Arbeit geht der Frage nach den Gründen für die fehlende Lösung nach. Dabei wird versucht, durch eine theoretisch-analytische Herangehensweise die innenpolitischen Ursachen für das Scheitern der außenpolitischen Bemühungen systematisch und umfassend herauszuarbeiten.  
Beiträge zur Internationalen Politik, Bd. 1.  
14,8x20,5 cm, kartoniert 158 Seiten, 4 farbige und 1 s/w Abbildungen
ISBN 978-3-933337-81-8
21,50 Euro

Christine Otsver  
Reinforcing Distinct Foreign Policy Identities: US and EU Support of Democratic Development of Ukraine and Political Crisis Management during the Orange Revolution (2004-2005)  

2004-2005 joint effort of the United States of America (US) and the European Union (EU) to ensure a democratic presidential election in Ukraine has been seen as a success story of the transatlantic cooperation. Both - the US and the EU - actively supported the Ukrainian people in their urge for more democracy.
Both - the US and the EU - provided financial and logistic support for the election, applied political pressure on the Kuchma government, and urged the Ukrainian people to continue their protests on Maidan. During the entire period, the US and the EU applied similar methods of external democracy promotion to achieve their goals, proving therefore a certain degree of convergence of their approaches.
The only differentiating factor, though, was varying political rhetoric of the US and EU, or a certain tendency of the US to apply a more assertive language than one used by the European Union officials. As a study points out, exhibited divergences can be explained by the significant differences in the actors' foreign policy identities and their desire to continue projecting those images abroad.  

Beiträge zur Internationalen Politik, Bd. 2
14,8x20,5 cm, kartoniert, 290 Seiten, 1 farb. Abb., 5 s/w Tafeln
ISBN 978-3-933337-83-2
29,50 Euro

Rudolf Hinz und Ekkehart Drost
In Jayyous wachsen Bäume auch auf Felsen.
Friedensdienst in einem palästinensischen Dorf 

Als der "Ökumenische Friedensdienst in Palästina und Israel"  (EAPPI) des Weltkirchenrates in Genf im Jahre 2002 begann, war das palästinensische Dorf Jayyous im Nordwesten des Westjordanlandes mit seinen damals 3000 Einwohnern eine der ersten Ortschaften, in denen Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Friedensdienstes ihre Arbeit aufnahmen. Ihre Aufgabe war es, Menschen in einer Situation zu begleiten, die durch den Bau der israelischen Sperranlage täglich bedrückender wurde. Diese Sperranlage wurde nicht - wie es zu erwarten gewesen wäre - auf der Waffenstillstandslinie von 1949 (der "Green Line") geplant und gebaut, sondern bis weit hinein in palästinensisches Gebiet. Viele Ortschaften wurden so von ihren Feldern und Obstplantagen westlich dieser Anlage abgetrennt. In Jayyous waren es mehr als 70% des nutzbaren Landes, das für die meisten Benutzer nur schwer zugänglich und für viele gänzlich unerreichbar blieb.

Das Bauerndorf Jayyous wurde daher zwischen den Jahren 2003 und 2007 zum Zentrum des gewaltfreien Widerstandes gegen den Bau der Sperranlage. Die Autoren Rudolf Hinz und Ekkehart Drost haben als Freiwillige mehrere Monate in Jayyous gearbeitet und den Ort wiederholt besucht. Sie wurden dabei Zeugen einer Entwicklung, die immer tiefer in die Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit geführt hat. Sie erlebten aber auch, mit welchem Mut und welcher Ausdauer sich Frauen und Männer dieser Entwicklung entgegen gestellt haben und sich auch durch immer neue Maßnahmen der israelischen Militärverwaltung des besetzten Westjordanlandes nicht davon abbringen ließen, auf dem Recht auf ihr Land zu bestehen. Dieses Buch will die Geschichte der fortschreitenden Landnahme und Besetzung seit der Staatsgründung Israels 1948 und dem 6-Tage-Krieg von 1967 nachzeichnen und dabei vor allem die Menschen in Jayyous zu Worte kommen lassen. Darum sind ausführliche Zitate aus schriftlichen Aufzeichnungen von Einwohnern aus Jayyous ein wichtiger Bestandteil dieses Buches; es sind Texte, die die palästinensische Perspektive aufzeigen. Der Ort Jayyous steht hier stellvertretend für viele palästinensische Gemeinden, die im Laufe der nunmehr 45jährigen Besatzung des Westjordanlandes immer weiter in ihren Rechten beschnitten und in ihren Lebensmöglichkeiten beschränkt wurden.

Beiträge zur Internationalen Politik, Bd. 3

14,8x20,5 cm, kartoniert, 178 Seiten, 70 farbige Fotos
ISBN 9783933337955
25,00 Euro

Ekkehart Drost
"Hoffen auf das Wunder. Meine Begegnungen mit Palästinensern, Israelis und Deutschen."  

In mehrmonatigen Aufenthalten im Westjordanland zwischen Herbst 2011 und Frühjahr 2013 hat der Autor als Freiwilliger der Organisation EAPPI das Leben der Menschen in Palästina kennen gelernt. Er hat ihren Lebensmut, ihre Freundlichkeit und ihre Friedfertigkeit, die Liebe zu ihrem Land und die Hoffnung auf eine Zukunft in ihrer Heimat Palästina erlebt. Die Darstellung ihres Alltags unter der israelischen Besatzung steht im Mittelpunkt des ersten Teils. Er berichtet hier von vielen Begegnungen und Gesprächen mit Besatzern und Besetzten, erläutert an Beispielen das bürokratische System der Berechtigungsscheine, das Hannah Barag von der israelischen NGO MachsomWatch  als "die neue Waffe Israels" bezeichnet. Der Autor geht den Gründen nach, aus denen heraus palästinensische Jugendliche Steine werfen. Er hat die zahlreichen Verhaftungen von Jugendlichen im Frühjahr 2013 miterlebt und schildert seine Eindrücke als internationaler Beobachter vor dem Militärgericht Salem bei Jenin. Das Leben der Beduinen am unteren Ende der sozialen Hierarchie, die permanente Bedrohung durch Gewalt bereite Siedler, die ihre Verbrechen im Schutz der Armee begehen, die Situation in den Flüchtlingslagern Jenin und Balata bei Nablus sowie die Lage der palästinensischen Israelis sind weitere Stationen der Reise, auf die der Autor seine Leser mitnimmt. Bei zahlreichen Vorträgen vor einer vielfältigen Zuhörerschaft ist er Menschen in Vereinen und Organisationen begegnet, die sich in unterschiedlicher  Weise für die Rechte der Palästinenser engagieren. Dazu gehören der Deutsch-Palästinensische Frauenverein, die FrauenWegeNahost, die Jüdisch-Palästinensische Dialoggruppe München, die Cafés Palestine und viele andere Palästina-Initiativen.  Diese Menschen kommen im zweiten Teil des Buches zu Wort. Der Autor will sie ermutigen, den beschwerlichen Weg weiter zu gehen und dadurch mit dazu beizutragen, dass das Wunder eines Tages Wirklichkeit wird, die israelische Besatzung ein Ende nimmt und die Menschen in Palästina und Israel in Würde leben können. Er skizziert die Diskussion um die Ein-Staat- oder Zwei-Staaten-Lösung anhand der wichtigsten Protagonisten wie Jeff Halper, Sari Nusseibeh, Gershom Gorenberg und Uri Avnery und begründet am Schluss, warum er zusammen mit anderen Menschen aus der Palästina-Solidarität auf "das Wunder" hofft.

Beiträge zur Internationalen Politik, Bd. 4
14,8x20,5 cm, kartoniert, 250 Seiten, 100 s/w Fotos
ISBN 978-3-944487-06-9
21.00 EUR

Theologie

Silvia Warnke
Religiöse Bildung mit Elementen aus der Popularkultur
Praktische Unterrichtskonzeptionen für den Religionsunterricht an Realschulen in Bayern
Religion und Bildung hängen in vielfältiger Weise zusammen. Allerdings wird der Stellenwert religiöser Bildung in der postmodernen Gesellschaft sowie in der Pädagogik oftmals gering geschätzt. Die Studie reflektiert die soziokulturelle Bedeutung religiöser Bildung, weist deren (religions-)pädagogische Relevanz aus und entwickelt Perspektiven für eine zeitgemäße Ausgestaltung religiöser Bildung im schulischen Kontext. Als eine maßgebliche Bezugsgröße dient hierbei die Popularkultur. Dem Theorieteil, der die Bereiche Religion, religiöse Bildung, Popularkultur und Jugend aufbereitet und in Beziehung setzt, folgen Überlegungen für die schulische Praxis. Der Fokus liegt auf Film, Kinder- und Jugendliteratur und Musik im (kath.) Religionsunterricht für die Sekundarstufe I. Es werden ausgewählte popularkulturelle Beispiele zum Thema "Tod und Sterben" untersucht sowie didaktisch-methodische Anregungen für den Einsatz im Unterricht gegeben.
Dr. phil. Silvia Warnke; Lehramtsstudium in Osnabrück, Lehrtätigkeit als Studienrätin im Realschuldienst in Braunschweig und München, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Religionspädagogik und Didaktik an der LMU München
ISBN 978-3-944487-29-8
14,5x20,5 cm, kartoniert, 428 Seiten, 5 farbige Tabellen, 1 Farbfoto
27,90 Euro

Alexander Kyrleschew
Die russische Orthodoxie nach dem Kommunismus
Das byzantinische Erbe und die Moderne

In den 1990er Jahren stieß die russische Orthodoxie auf für sie neue historische Umstände: posttotalitäre Demokratisierung, religiöse Freiheit, Weltanschauungs- und Kulturpluralismus, großes Interesse der Gesellschaft an Religion. Die Identitätssuche der Kirche in der Situation der offenen Gesellschaft verlief nicht einfach, denn ihre historische Erfahrung (das byzantinische Erbe, die Staatsorthodoxie vor der Revolution 1917, das Überleben unter den Bedingungen des sowjetischen atheistischen Regimes) lieferte keine fertigen Antworten auf die neuen Herausforderungen. Im heutigen russischen Kontext, der zunehmend von antiliberalen und antiwestlichen Tendenzen beherrscht wird, nahm die Russische Orthodoxe Kirche nicht nur den Platz der dominierenden Konfession, sondern auch den des politischen Partners eines autoritären Staates ein. Die Texte Alexander Kyrleschews geben Einblicke in das Innenleben der russischen orthodoxen Welt, liefern Hintergrundinformationen und vermögen zu erklären, was die russische Orthodoxie zu dem machte, was sie heute ist. Sie stellen als Gesamtheit ein Dokument einer ganzen Epoche dar, das bis heute nicht an Aktualität verloren hat: von der Mitte der 1990er Jahre, als die russische Kirche neu erwachte, bis 2010, als ihr Erstarken bisher ungeahnte Formen anzunehmen begann.
Studien zur Kirchengeschichte und Theologie Bd. 9
ISBN 978-3-944487-16-8
468 Seiten, kartoniert 27,00 Euro

Friedrich Wambsganz  
Christliche Religion und Wissenschaft - Glaube im 21. Jahrhundert  
Die Notwendigkeit eines aufgeklärten Bibelverständnisses - Unterscheidung zwischen Tatsachen, Mythen und Legenden - Allegorien als Grundlage für Metaphysik, Riten und Dogmen  

Das Buch Christliche Religion und Wissenschaft - Glaube im 21. Jahrhundert widmet  sich in einer griffigen Betrachtung des gesamten Neuen Testaments der heute absolut dringlichen Unterscheidung zwischen der erweisbaren Geschichtlichkeit der Taten und der Lehre des Jesus von Nazaret sowie den erst Jahrzehnte nach seinem Tod geschriebenen, ihn als fortlebenden ("auferstandenen") Gottmenschen verehrenden Evangelien. Die Bibelautoren, allesamt erst christlich gewordene Juden, die persönlich den historischen Propheten aus Galiläa nicht kannten, berichteten einerseits zweifellos echte Reden und Begebenheiten im Leben dieses mutigen Religionsreformers, Pharisäerkritikers, Lehrers für Menschen- und Gottesliebe, doch sie erweiterten andererseits die Tatsachen von Jesu irdischer Existenz und seinen Predigten weit hinein ins Wunderbare und Übernatürliche bis hin zur Nachdichtung von Reden, übernatürlichen Fähigkeiten und Prophezeiungen nach alttestamentlichen Vorlagen. Es ist heutzutage nötig in "moderner existenzieller Theologie", zu trennen zwischen nachempfindbarer, mitteilbarer Realitätsauffassung und den literarischen, anbetenden Erhebungen Jesu ins Metaphysische. Glaube muss logisch begründbar werden auf der Basis der Taten und Worte eines zum Selbstopfer bereiten, inspirierten Künders von Gottes ethischer und religiöser, befreiender Mitteilung. Offene Dogmen und Mythen sowie Sakramente und Liturgien ermöglichen weiterhin fromme Spiritualität. Ein aufgeklärtes Textverständnis ist Basis für Toleranz zwischen Konfessionen und Religionen.

Der Anspruch, den diese Monographie in ihrem Titel zu erheben scheint, klingt im ersten Augenblick sehr hoch, listet doch schon das lnhaltsverzeichnis alle Bücher des Neuen Testaments auf. Nach der Lektüre der einzelnen Kapitel wird aber deutlich dass es durchaus möglich ist, die Wertschätzung der Botschaft des Neuen Testaments mit dem kritischen Ansatz der Entmythologisierung im Sinne protestantischer Tradition zu versöhnen und damit den Spuren zu folgen, die schon die berühmte Regensburger Rede Papst Benedikts XVI gelegt hat. Mit feinem Gespür integriert der Autor den gegenwärtigen Forschungsstand zu den Schriften des Neuen Testaments und zeigt schließlich eine rote Linie auf, die zu einem rational gestärkten Glauben im Sinne Benedikts führt. Dabei gelingt es ihm, die anfänglich scheinbare Widersprüchlichkeit zwischen dem Christus des Glaubens und dem historischen Rabbi Jesus aufzulösen. Auf diese Weise führt er den Leser auch zu dem Verständnis, wie es dazu kommen musste, dass dieser Jesus in den Folgejahren in der jungen Gemeinde zum Christus des Glaubens wurde. Abschließend verbindet er die Theologie der Schrift mit der der Sakramente und führt so hin zur konkreten Glaubenspraxis der gegenwärtig verfassten Kirche. So gelingt es schließlich, christliche, Religion und Wissenschaft nicht als Widerspruch, sondern als sich ergänzende Bereiche aufzuzeigen und damit eine Grundlage für den aufgeklärten Glauben im 21. Jahrhundert zu schaffen.
Prof. Dr. Wolfram Hoffmann, Bamberg
Studien zur Kirchengeschichte und Theologie, Bd. 8

ISBN 9783944487120 14,5x20,0 cm, kartoniert, 248 Seiten
19,50 Euro
2. verbesserte Auflage  

Friedrich Wambsganz  
Religion neu verstehen - Der historische Menschensohn Jesus und der kirchliche Gottessohn Christus  
Die Notwendigkeit einer zeitgerechten Glaubensreform und Selbstkritik sowie der durchdachten Praktizierung von Gewaltlosigkeit, Sozialarbeit und weltweiten Friedensethik
 
  Das Buch Religion neu verstehen - Der historische Menschensohn Jesus und der kirchliche Gottessohn Christus widmet sich einer gründlichen Betrachtung des Matthäus-Evangeliums, des "Evangeliums der Kirche". Dieses wird kritisch untersucht nach für moderne Menschen glaubwürdigen Aussagen des historischen Jesus, besonders anhand der Bergpredigt, unter Gegenüberstellung der Vielzahl von Christusbildern, welche die Bibelautoren Jahrzehnte nach Jesu Tod auf Grund ihrer Erfahrungen mit dem fortlebenden ("auferstandenen") Gottmenschen konzipiert und als historisches Geschehen rückverlagert haben. So folgt diese Bibelanalyse in "moderner existenzieller Theologie" den Worten Martin Bubers, der über Judentum und Christentum gesagt hat: "Der Glaube Jesu verbindet uns, der Glaube an Jesus trennt uns". Mit der Ablehnung einer Selbstdeutung Jesu als Gottheit bewegt sich die Interpretation des Evangeliums durchaus auf den theologischen Ansätzen Hans Küngs, Eugen Drewermanns und Eugen Bisers. So wird schlüssig begründet, wie einerseits die schreibenden Judenchristen der frühen Kirche den Propheten Jesus (d.h. Verkünder, nicht Wahrsager) als den vom Judentum erwarteten göttlichen Messias definiert und damit alle Prädikate und Hoffnungen des Judentums für diese metaphysische Gestalt übernommen haben. Die Bergpredigt Jesu konzentriert sich auf Friedens- und Sozialethik, die im Begriff des Vatergottes wurzeln. Um Gewaltlosigkeit weltweit durchzusetzen, sind stete Konferenzen der Weltreligionen nötig. Dialoge resultieren aus aufgeklärtem Textverständnis.

Das Werk entkernt das Matthäusevangeiium von seiner frühchristlichen hagiographischen Tradition, die bereits bis zum Jahr 80 n. Chr. eingesetzt hat, und arbeitet den geschichtlichen Wanderprediger Jesus heraus. Diese Vorgehensweise wird mit den Methoden der neutestamentlichen Philologie und der modernen Textanalyse vorgenommen. So entsteht ein Bild von Jesus, das ihn in seiner Rolle als Prediger zeigt, die für die Menschen von heute akzeptabel ist. Nicht Wunder, Messianismus und Gottessohnschaft definieren diesen Jesus, sondern sein Engagement für Frieden und humanen Umgang der Menschen miteinander.
Mit dieser Botschaft geht der Wanderprediger Jesus kongruent mit den Kernaussagen der anderen Weltreligionen. Der Autor entwickelt ein Ethikkonzept, das für die Probleme der Welt von heute wesentlich sein könnte. Die "höchsten Repräsentanten der Weltreligionen" sollen die Vereinten Nationen der Religionen bilden, um aktiv auf die "notwendige Friedenserziehung" hinzuarbeiten. So könnten Konflikte zwischen Schiiten und Sunniten, Islam und Judentum und auch Konflikte, für die das Christentum und andere große Religionsgemeinschaften verantwortlich sind, öffentlich thematisiert und Lösungsstrategien entwickelt werden. Mit diesen Ideen geht der Autor über das Weltethoskonzept hinaus. So wäre das "Humanitätsprogramm, für das der historische Jesus predigte und starb", in der unfriedlichen Welt von heute zu implementiert.
Das hochinteressante Buch des Autors Wambsganz sollte in die Hände vieler Menschen gelangen, gerade auch solcher, die sich nicht mehr in der katholischen oder evanglischen Kirche hemisch fühlen. Das Buch ist aber in keiner Weise aggressiv oder kirchenfeindlich, sondern möchte auf die Wurzeln des Christentums hinweisen, um dieses für die heutigen Menschen, die rational geprägt sind und, in der Tradition von Aufklärung und Menschenrechten stehen, verstehbar und lebbar zu machen. Das Buch ist darüber hinaus für den Leserkreis der Lehrer aller Schularten der Fächer Ethik, Religion, Deutsch und Geschichte eine erhellende Lektüre, um mit dem Thema Religion und Christentum unbefangen und fundiert umgehen zu können.
Dr. Wolfram Wettges

Studien zur Kirchengeschichte und Theologie, Bd. 7
ISBN 9783944487090 14,5x20,0 cm, kartoniert, 160 Seiten
17,00 Euro
2. verbesserte Auflage

Imre Koncsik
Der zu erlösende Mensch im Kontext der Wirtschaft
Anthropologische Skizzen


Was zeichnet den Menschen als solchen aus? Neben verschiedenen Antwortversuchen scheint das die Personalität des Menschen zu sein, die sich besonders darin kundtut, dass der Mensch imstande ist "zu glauben". Der Glaube ist ein existentieller Akt, der den Kern des Menschseins vergegenwärtigt. Der Glaubensakt wiederum ist keine Funktion des Gehirns, kein Epiphänomen neuronaler Prozesse, sondern gehört einer unsichtbaren Realität an: der Wirklichkeit des Geistes. Daraus ergibt sich ein zwei-dimensionales Menschenbild, das den Menschen im Schnittpunkt von Geist und Leib verortet. Eben dieser Mensch ist es, der im ökonomischen System als Wirtschaftsakteur handelt. Exakter bildet er ein Systemelement, das selber wiederum ein komplexes System ist, das aus sich der Interaktion zwischen sichtbarer und unsichtbarer Wirklichkeit des Menschseins ergibt. Doch wäre es zu kurz gegriffen bzw. zu theoretisch, den Menschen "nur" in dieser Weise als zweidimensionalen Systemakteur zu begreifen: hinzu tritt die Erfahrung einer tiefen Gefallenheit des Menschen, die sich im allgegenwärtigen Leiden artikuliert. Der Umgang mit dem Leiden wiederum verlangt eine religiöse Antwort: womit sich der Kreis zum Glauben schließt.

Inhalt: Glaube ist das Apriori des Wissens Vergessene Personalität in der theologischen Anthropologie? Multidimensionale Anthropologie als Basis einer ökonomischen Systemtheorie Grundzüge einer systemischen Wirtschaftsanthropolmogie Haftung und Transparenz - Stützpfeiler einer christlichen Gesellschaft Sinn, Unsinn und Widersinn des Leidens Stufen der Erlösung. Das Alleinstellungsmerkmal der christlichen Soteriologie
Imre Koncsik, geb. 1969, Privatdozent für Dogmatik an der LMU München und Unternehmensberater (Beteiligungsfinanzierungen), neben Theologie auch Studien der Betriebswirtschaftslehre und Philosophie, zahlreiche anthropologische Forschungen.

Studien zur Kirchengeschichte und Theologie, Bd. 6
14,5x20,0 cm, kartoniert, 228 Seiten
ISBN 978-3-944487-08-3
21,00 Euro

ZOLTÁN MAGYAR

HUNGARIAN ROYAL SAINTS
THE SAINTS OF THE ARPADIAN DYNASTY

 

Hungary, one of the youngest Christianized state of Europe produced a whole array of home-grown saints barely a century after its adoption of Christianity in the late 10th century. What makes the country's cultural history unique is the fact that a dozen of these saints became known within and without the borders of medieval Hungary as descendants of the selfsame royal dynasty, the House of Arpad. The ones who rose to fame and popularity were members of the royal family: king Saint Stephen, founder of the Christian monarchy and his son, prince Emeric, Saint Ladislas the Hungarian "knight-king", canonized in 1196, as well as the 13th century female saints of the dynasty: the saints Elizabeth and Margaret of Hungary, together with those  Arpadian princesses married abroad who became venerated as saints in their countries of adoption.
Although most Christian nations of Europe can boast royal saints, such prominence of  "a dynasty of holy kings" is largely unparalleled. Without an adequate knowledge of the cult of these saints and the cultural traditions entailed (touching on the history of religion, art history, folklore) a sizable portion of Hungarian cultural heritage would be difficult to grasp. The present work of Zoltán Magyar is a representative monograph  offering a panoramic view of such Hungarian national traditions while giving ample space to the Western cultural influences that helped in shaping them.
 
Zoltán Magyar is the senior research fellow of the Institute of Ethnology, Hungarian Academy of Sciences, the author of several books about the Hungarian and European cult of saints. His previous work published in the theme at Gabriele Schäfer Verlag is "Motif-Index of Legends of Early Hungarian Saints".
 
Studien zur Kirchengeschichte und Theologie, Bd. 3

14,8x20,5 cm, gebunden, Festeinband, 240 Seiten, 49 s/w, 4 farbige Abbildungen
ISBN 978-3-933337-94-8
46,95 Euro

José Sandoval Iñiguez
Das Verhältnis von Buddhismus und Christentum zum Schmerz

Pater José Sandoval Iñiguez, geboren 1936 in Yahualica, Jal./Mexiko, verbrachte im Auftrag der Missionsgesellschaft „Misioneros de Guadalupe“ lange Jahre in Südkorea, wo er unter anderem als Krankenhausseelsorger tätig war. Er erlernte dort die koreanische Sprache und befasste sich überdies eingehend mit dem Buddhismus.
Im Mittelpunkt seines Buches stehen Krankheit, Leiden und Tod als universelles, die Menschen verschiedener Religionen und Weltanschauungen gleichermaßen betreffendes Thema. José Sandoval stellt die diesbezüglichen Lehren und Erkenntnisse in Buddhismus und Christentum einander gegenüber, fragt nach den Ursachen, auf die diese Phänomene jeweils zurückgeführt werden, verweist auf Parallelen wie auch Unterschiede und beleuchtet die von den Stiftern beider Religionen und ihren ersten Anhängern begründete Tradition des Heilens, die sich auf die Linderung sowohl physischer als auch psychischer Leiden erstreckt. Auch stellt er die großen Verdienste beider Religionsgemeinschaften um den Erwerb, die Bewahrung und die Weitergabe medizinischen Wissens heraus.
Als Praktiker der Krankenhausseelsorge belässt es José Sandoval nicht bei einer theoretischen Behandlung seines Themas. Vielmehr schildert er dem Leser seine konkreten Erfahrungen mit Patienten sowohl buddhistischen als auch christlichen Glaubens, und seine Ratschläge zum Umgang mit Krankheit, Leiden und Tod zeugen von einer profunden Menschenkenntnis und einem hohen Maß an Empathie.
Die vorliegende Untersuchung stellt angesichts ihrer Themenstellung einen wichtigen Beitrag zum interreligiösen Dialog zwischen Buddhismus und Christentum dar. Da José Sandoval auch in Deutschland (Bamberg) studiert hat und noch stets Verbindungen dorthin aufrechterhält, war es ihm ein Anliegen, seine Arbeit auch in deutscher Sprache zu veröffentlichen.
Studien zur Kirchengeschichte und Theologie, Bd. 5

14,5x20,0 cm, kartoniert, 140 Seiten
ISBN 978-3-944487-03-8
18,00 Euro

Daniel Alt
"Sanctus episcopus"


Das Bischofsideal von früh- und hochmittelalterlichen Bischofsviten im Spannungsfeld von Anspruch und Wirklichkeit
Die Welt des mittelalterlichen Bischofs war in vielerlei Hinsicht so ganz anders als die eines heutigen Amtsträgers. Und doch gibt es auch genügend Anknüpfungspunkte für Gemeinsamkeiten, denn die alten Probleme stellen sich heute in mancherlei Hinsicht auch dem modernen Menschen. Der Verfasser des vorliegenden Buches hatte es sich zur Aufgabe gemacht, dem mittelalterlichen Idealbild des Heiligen Bischofs nachzuspüren. Seit den Zeiten von Odilo Engels und dessen Schüler Johannes Laudage hatte sich das Bild des mittelalterlichen Bischofs stark verändert. Man hatte spätestens seit den bahnbrechenden Arbeiten der 1980er Jahre verstanden, dass man das Phänomen des "sanctus episcopus" nicht würde in den Griff bekommen können, wenn man weiterhin lediglich einzelne Bischofspersönlichkeiten, einzelne Sitze oder historische Räume bzw. Regionen in den verschiedenen Jahrhunderten in den Blick nehmen würde. Eine möglichst breite Gesamtschau auf europäischer Ebene ist jedenfalls bis heute ein Desiderat der Forschung geblieben. Das macht ja den besonderen Reiz dieser Arbeit aus: sie liegt thematisch auf der Grenzlinie zwischen einer kirchengeschichtlichen (und damit theologischen) und einer profanhistorischen Forschungsarbeit, die stets den methodischen Kanon beider Disziplinen im Hinterkopf haben musste.
 

Studien zur Kirchengeschichte und Theologie, Bd. 4
14,5x20,0 cm, kartoniert, 456 Seiten ISBN 978-3-944487-00-7 27,50 Euro

Soziologie

Jan Deichmohle

Anmache

Vom Anmachen und Abwimmeln

 

„Anmache” ist in mehrfacher Hinsicht eine literarische Neuerung, die Auswirkungen von Feminismus, Massenmigration und unserer Epoche auf das Leben beschreibt. Bislang unbekannten Verlierern wird eine Stimme gegeben, die uns verblüffendes zu sagen hat. Welche Blüten Bevorzugung von Migranten vor einheimischen Männern treibt, die Anfeindung statt einseitiger Solidarität erleben, wird Sie überraschen. Zugleich wird geschildert, wie feministische Wellen männliche Verlierer bereits seit Jahrzehnten diskriminierten. Das Buch ist eine dichterische Beschreibung von Zusammenhängen, die wir zu übersehen gewohnt sind.

ISBN 9783944487496

14,8x21,5 cm, kartoniert, 326 Seiten, 13 farbige Abb.

24,90 Euro

 

 

Jan Deichmohle

Ideologiekritik am Feminismus

Krieg gegen Mann, Natur und Kultur

 

Einige aufrechte Professoren weisen seit kurzem auf die Unwissenschaftlichkeit von „Gender Studies”. Dieses Buch beweist mehr: alle feministischen Fächer, darunter auch „Gender Studies”, sind unwissenschaftlich, gründen auf ideologischen Prinzipien und Methodik, die systematisch das Gegenteil wissenschaftlichen Vorgehens sind. Der Nachweis erfolgt bestmöglich: anhand grundlegender feministischer Werke zur eigenen Methodik.

Darüber hinaus widerlegt das Buch zentrale Kampagnen des Feminismus und weist menschliche Verluste auf, die Feminismus verursacht hat. Lesen lohnt sich!

Eine verbreitete Reaktion ist, Argumente und Beweise, die zeitgenössischem Vorurteil widersprechen, als vermeintliche „Spinnerei” abzutun, nach dem Motto: „Was meiner Intuition widerspricht, könne nur Unsinn sein.” In Geschlechterfragen ist diese Intuition nachweislich angeboren schief. Umso wichtiger ist, sich in den Büchern dieser Reihe zu informieren, um ein verständiges Urteil bilden zu können.

ISBN 9783944487410

14,8x21,5 cm, kartoniert, 312 Seiten, 13 farbige Fotos und Abb.

24,90 Euro

 

 

Jan Deichmohle

Zensiert. Flaschenpost in die Zukunft. Erster Band zur ersten Welle

 

Früh­fe­mi­ni­sti­sche Uto­pi­en wur­den schon im Mit­tel­al­ter ver­öf­fent­licht. Kri­tik am Fe­mi­nis­mus wi­der­spricht da­ge­gen der an­ge­bo­re­nen Frau­en­be­vor­zu­gung, dem Ka­va­liers­in­stinkt, und wur­de zu­sätz­lich von al­len fe­mi­ni­sti­schen Wel­len mas­siv un­ter­drückt.

Die­se Fla­schen­post bie­tet un­ter­drück­te Fak­ten, Sich­ten und Ar­gu­men­te, al­te und ver­ges­se­ne wie neue; sie ist ei­ne gei­sti­ge Zeit­rei­se in Epo­chen, die von Sie­gern nach­träg­lich um­ge­deu­tet wur­den, zu zum Ver­schwin­den ver­schwie­ge­nen schwei­gen­den Mehr­hei­ten von einst und heu­te. Sie ist ei­ne Bot­schaft an die Zu­kunft.

 

ISBN 9783944487250

14,8x21,5 cm, kartoniert, 206 Seiten, 40 farbige und 8 s/w Fotos und Abb.

24,90 Euro

Backlists

Geschichte

Bernd Fuhrmann: Konrad von Weinsberg. Facetten eines adligen Lebens in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts. ISBN 9783933337801. 13x20cm, Englisch-Broschur, 134 Seiten. 19,50 Euro

Gender, Memory and Judaism. Hrsg. von Judit Gazsi, Andrea Pető und Zsuzsanna Toronyi, Studien zur Geschichte Ost- und Ostmitteleuropas, Bd. 6. Paperback, 13x20 cm, 258 pages, 36 photos. ISBN 978-3-933337-55-9. 25,00 Euro

András Kubinyi: König und Volk im spätmittelalterlichen Ungarn - Städteentwicklung, Alltagsleben und Regierung im mittelalterlichen Königreich Ungarn. 14,8 x 20,5 cm, kartoniert, 376 Seiten + 6 s/w Abb. ISBN 3-933337-02-X; 39,50 Euro

Edda Baußmann; S. Foy de Longueville - Untersuchung zum Adversarienbuch eines clucianischen Priorats in der Normandie.14,8 x 23,5 cm, kartoniert, 302 Seiten, 11 s/w Abb. ISBN 3-933337-04-6; 32,00 Euro

Susanne Spahn: Die Außenpolitik Rußlands gegenüber der Ukraine und Weißrußland von 1991 bis 1998. 14,8 x 20,5 cm, kartoniert, 266 Seiten. ISBN 3-933337-16-X. 29,50 Euro

Walter Daugsch, Internationalismus und Organisation. Studien zur Entstehung und Entwicklung der serbischen Sozialdemokratie. 280 Seiten, kartoniert, 17x24 cm. ISBN 978-3-933337-63-4. 39,50 Euro

Róbert Hermann: Reform – Revolution – Emigration. Leben und Werk des ungarischen Staatsmannes Lajos Kossuth. 216 Seiten, 36 s/w Abbildungen, 17x24cm, kartoniert: 32,50 Euro. ISBN 978-3-933337-40-5. Festeinband: 39,50 Euro. ISBN 978-3-933337-41-2

Gyula Kristó und Ferenc Makk: Die ersten Könige Ungarns - Die Herrscher der Arpadendynastie. 11,5 x 17,0 cm, kartoniert, 481 Seiten, 1 s/w Karte, 1 Stammbaum. ISBN 3-933337-05-4; 17,50 Euro

István Vásáry: Geschichte des frühen Innerasiens. 14,8 x 21,0 cm, kartoniert, 218 Seiten. ISBN 3-933337-06-2; 19,50 Euro

Joachim Losehand: Symphonie der Mächte. Kirche und Staat in Rußland (1689-1917). ISBN 978-3-933337-57-3, 14,8x20,5 cm, kartoniert, 122 Seiten. 18,00 Euro

Jochen A. Fühner: Kaiser Maximilian I. und die Juden in den österreichischen Erblanden. ISBN 978-3-933337-46-7. 136 Seiten, 13x20 cm, Englisch Broschur, 16,50 Euro

Andrea Pető: Geschlecht, Politik und Stalinismus in Ungarn. Eine Biographie von Júlia Rajk. ISBN: 978-3-933337-43-6. 17x24 cm, 214 Seiten, kartoniert. 29,50 Euro

Eino Karhu: Nation Building in Finnland und Ingermanland. Essay und Autobiographie. ISBN 978-3-933337-49-8. Kartoniert, 13x20 cm, Englisch Broschur, 310 Seiten. 28,00 Euro

 

Theologie

Hans -Eberhard Dietrich: DIE BESSERE GERECHTIGKEIT. ISBN 978-3-933337-75-7. 14,8x20,5 cm, kartoniert, 134 Seiten. 15,90 Euro

Lóránt Bencze: Erneuerung und Entfaltung Kognitive und kulturelle Annäherungen an Religion und Gesellschaft. 14,8x20,5 cm, kartoniert, 266 Seiten. ISBN 978-3-933337-85-6 27,50 Euro

 

 


 

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